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Mendyl für Burgstaller: So erklärt Tedesco den "Stürmer"-Wechsel

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Von: Marcel Guboff

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Schalkes Hamza Mendyl trat als Stürmer im Derby gegen den BVB kaum in Erscheinung.
Schalkes Hamza Mendyl trat als Stürmer im Derby gegen den BVB kaum in Erscheinung. © dpa

Weil Guido Burgstaller verletzungsbedingt raus musste, brachte Schalkes Trainer Domenico Tedesco im Derby gegen den BVB Hamza Mendyl als zweiten Stürmer. Er erklärt, warum.

Gelsenkirchen - Bitterer hätte es für Schalke 04 kaum kommen können. Da sich bei Guido Burgstaller im Revierderby die Achillessehne wieder bemerkbar machte, standen die Königsblauen nach 36 Minuten bei der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund ohne gelernten Stürmer da. Zur Erinnerung: Mark Uth, Breel Embolo, Cedric Teuchert, Franco Di Santo und Steven Skrzybski hatten ohnehin nicht zur Verfügung gestanden.

Dabei war es nicht so, dass Domenico Tedesco nicht noch andere Offensiv-Kräfte auf der Bank gehabt hätte. Doch der Cheftrainer der Königsblauen entschied sich - wohl zur Verwunderung vieler - für Linksverteidiger Hamza Mendyl, der zunächst als zweite Spitze neben dem eigentlichen Mittelfeldspieler Weston McKennie auflief.

"Kono ist ein Flügelspieler, und wir haben mit Raute gespielt", erklärte Tedesco: "Kono fühlt sich Außen wohl, die linke Seite ist für ihn wie ein Magnet. Wir haben allerdings zwei zentrale Stürmer gebraucht."

Daher fiel seine Entscheidung auf Mendyl. Mit dem 21 Jahre alte Marokkaner wollte der Chefcoach der Königsblauen "mehr Tempo" auf dieser Position haben.

Mendyl als Tempo-Waffe

Tedesco: "Hamza ist der schnellste Spieler in der Truppe, davon haben wir leider nicht viele. Aber er ist auf jeden Fall ein Pfeil. Es ist schon wichtig, dort einen schnellen Spieler zu haben, der die Tiefe attackieren kann. Das wäre auch zweimal fast aufgegangen."

Aber eben nur fast. Unterm Strich bleibt, dass die Schalker Offensive kaum in Erscheinung getreten war. Sechs Torschüsse gaben die Knappen insgesamt ab, die wenigsten davon gingen auf das Tor von BVB-Keeper Roman Bürki.

Schalke 04 in der Einzelkritik

"Was uns fehlte, war die Durchschlagskraft", sagte Tedesco: "Wer so viel Ballbesitz hatte und so viel verlagerte wie wir in der ersten Halbzeit muss öfter in den Strafraum kommen. Aus so einem ersten Durchgang musst du mehr Profit ziehen. Das ist das, was wir uns vorwerfen lassen müssen."

Dass das mit der gezwungenen Auswechslung von Burgstaller zusammenhänge, wollte der Trainer aber nicht gelten lassen: "Das wäre zu einfach, Wir haben auch ohne Burgi das 1:1 erzielt, Weston hat das gut gemacht. Das lassen wir nicht durchgehen, wir müssen Gas geben."

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