Schalke 04

Tönnies legt Maulkorb ab: Klub-Boss tritt gegen Heidel nach und schützt Tedesco

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Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies.

Schalkes Klub-Boss Clemens Tönnies hat angekündigt, sich künftig wieder häufiger öffentlich zu Wort melden zu wollen. Dabei bekam direkt Ex-Manager Christian Heidel sein Fett weg. 

Gelsenkirchen - Clemens Tönnies legt seinen sich selbst verpassten Maulkorb wieder ab. Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04 hat im vereinseigenen TV angekündigt, sich künftig wieder häufiger öffentlich zu Wort zu melden.

"Das würde ich nie noch einmal machen, ich bin viel zu lange ruhig geblieben", sagte der 62-Jährige, der sich bei der Mitgliederversammlung am 30. Juni zur Wiederwahl stellen will: "Die Kritik , die ich nach innen getragen habe, hätte ich ein bisschen öffentlich machen müssen, weil ich sehe, wie wir die Saison vergeigt haben. Dafür sind wir alle verantwortlich."

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Tönnies hatte sich vor drei Jahren analog zur Installierung von Christian Heidel als neuen starken Mann vorgenommen, sich künftig zurückzuhalten. Was er nun bereut. Dabei trat er auch gegen den im Februar zurückgetretenen Sportvorstand nach. "Der Hauptverantwortliche hat den Kittel an den Nagel gehängt, das würde ich nie machen und Schalke so im Stich lassen", sagte Tönnies.

Tönnies: Heidel hat Tedesco allein gelassen

Dabei betonte er, dass sich schon vorher gewünscht hatte, sich breiter aufzustellen mit einem Sportdirektor und Kader-Planer unter Heidel - was Letztgenannter allerdings ablehnte. 

"Die Zeiten des alleinigen Fachmanns sind vorbei", so Schalkes Klub-Boss. "Wir haben schon 2017 mit Heidel besprochen, dass wir erkannt haben, uns breiter aufstellen zu müssen. Das hat er abgelehnt. Als er mit der Mannschaft und dem Trainer (Domenico Tedesco, Anm. d. Red.), den ich immer noch für überragend halte, Vize-Meister wurde, gab ihm der Erfolg recht."

Am Ende spielte Königsblau in der Folge-Saison bis zuletzt gegen den Abstieg. "Domenico ist ein Stück weit alleine gelassen worden von Christian, das moniere ich heute laut. Wir haben ihn dadurch verloren", klagte Tönnies.

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Nun wolle er mit dem Klub die Krise aber als Chance nutzen. "Das ist kein Untergang, sondern eine Neuorientierung", betonte der Aufsichtsratsboss. "Ich bin zum Teil mitverantwortlich, nun will ich dabei helfen, denn Karren wieder auf die Schiene zu stellen." 

Breiter Kader soll ausgedünnt werden auf Schalke

Der Plan sei es nun, den breiten Kader auszudünnen. "Dann werden wir wieder angreifen." Erst einmal gehe es aber darum, die Positionen des Sportdirektors sowie des Kader-Planers zu besetzen, was sich nicht so einfach darstellt wie für die Königsblauen erhofft. Zuletzt hatte Wunsch-Kandidat Markus Krösche abgesagt.

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