Comeback als Trainer

Christoph Daum wollte Nachfolger von David Wagner werden: „Weiß, was Schalke fehlt“

Seit drei Jahren hat er sich aus dem Fußballgeschäft rausgehalten. Nun plant er sein Comeback auf die Trainerbank. Der FC Schalke 04 spielte dabei eine Rolle.

Hamm - Die neue Bundesliga-Saison 2020/21 war gerade erst einen Spieltag alt, da ging die Trainer-Diskussion beim FC Schalke 04 in die nächste Runde. Zahlreiche Namen wurden in Gelsenkirchen gehandelt. Top-Kandidat war Manuel Baum, der letztlich auch das Rennen machte - und sich gegen einen großen Namen durchgesetzt hatte. Baum will S04 umkrempeln und hat bereits einen neuen Führungsspieler im Schalker Kader ernannt.

NameChristoph Daum
Geboren24. Oktober 1953, Zwickau
EhepartnerinAngelica Camm-Daum (verh. 2007)

Christoph Daum will zurück auf die Trainerbank. Der 66-Jährige strebt nach etwas mehr als drei Jahren sein Comeback an - und hätte sich durchaus vorstellen können, der neue Coach von Schalke 04 zu werden. „Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets, ich mag den Menschenschlag. Aber vor allem weiß ich, was Schalke fehlt: Die haben sich von ihrer DNA gelöst, weil sie versuchen, etwas zu spielen und zu sein, was sie nicht sind und was nicht zu Schalke passt“, sagt Daum in einem Interview mit der Redaktions-Kooperation G14plus.

Schalke: Christoph Daum wollte Trainer werden und nennt das Problem von S04

Durchaus besitzt Christoph Daum als Trainer eine beeindruckende Vita. Der Fußballlehrer wurde mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister und Superpokalsieger. Mit den Istanbuler Klubs Fenerbahce und Besiktas gewann Christoph Daum jeweils die türkische Meisterschaft, wurde Pokal- und Superpokalsieger. Anschließend jedoch wurde es ruhiger um Daum.

Über Eintracht Frankfurt, FC Brügge und Bursaspor wurde Christoph Daum Cheftrainer der rumänischen Nationalmannschaft. Nach einem Jahr war dort bereits Schluss - und Daum zog sich erst einmal zurück aus dem Fußballgeschäft - bis jetzt.

Schalke: Christoph Daum wollte Trainer werden und nennt das Problem von S04

„Ich bin noch nicht fertig. Mein Vorteil ist: Ich habe mir die komfortable Situation erarbeitet, dass ich sagen kann: Ich muss nicht mehr müssen“, so Christoph Daum.

Christoph Daum hätte sich den Trainer-Job bei Schalke 04 gut vorstellen können.

Ob Christoph Daum jedoch nach sechsjähriger Abstinenz auf Klubebene erfolgreich bei Schalke 04 hätte arbeiten können, ist fraglich. Der Medienrummel wäre dem 66-Jährigen zumindest sicher gewesen. Und damit vielleicht eben das, was beim aktuell so unruhigen Bundesligisten kontraproduktiv gewesen wäre.

Rubriklistenbild: © Leszek Szymanski/dpa/picture alliance

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