Schalker im WM-Fieber

Embolo spricht über seinen Fast-Wechsel nach Leipzig

WM oder Baby? Schalkes Breel Embolo hofft, dass seine Tochter nach den Schweizer Spielen zur Welt kommt.
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WM oder Baby? Schalkes Breel Embolo hofft, dass seine Tochter nach den Schweizer Spielen zur Welt kommt.

Schalkes Breel Embolo wird in Kürze Vater - womöglich während der WM. Dennoch wird er in diesem Falle nicht vorzeitig abreisen. Außerdem spricht er über seinen Beinahe-Wechsel nach Leipzig.

Hamm - Es war das große Ziel von Breel Embolo: mit der Schweiz an der WM 2018 teilzunehmen. Dank einer durchaus souveränen Rückrunde mit Schalke frei von großen Verletzungen steht einer Teilnahme am Turnier in Russland nichts mehr im Wege.

Dennoch befindet sich der Stürmer ein wenig in der Zwickmühle. Denn seine Freundin Naomi ist hochschwanger. Es besteht also die Gefahr, dass der Nachwuchs dann zur Welt kommt, während der Papa mit den Eidgenossen um ein gutes Abschneiden bei der WM kämpft.

"Ich hoffe", sagte Embolo nun in einem Interview mit dem Schweizer Blick, "dass meine Tochter nach unseren Spielen zur Welt kommt." Und wenn nicht? "Ich habe eine tolle Familie, meine Freundin ebenfalls. Sie ist sehr gut versorgt, falls meine Tochter wirklich während der WM kommen sollte. Ich reise nur ab, wenn ich mich verletze."

Embolo trainiert beschwerdefrei

Was Embolo natürlich nicht hofft. In der Rückrunde hatte der bullige Angreifer hier und da immer wieder mit Muskelverletzungen zu kämpfen. Doch jetzt gehe es ihm "sehr gut", erklärt der Schweizer: "Seit ich im WM-Camp in Lugano eingerückt bin, trainiere ich völlig beschwerdefrei. Dass ich zwei Muskelverletzungen in einem Monat hatte, war neu für mich. Wir haben nun mehrere Test gemacht, zum Beispiel, ob ich etwas beim Essen nicht vertrage. Aber der Bluttest zeigte keine Auffälligkeiten."

Womit er nun bereit für das Turnier ist. Und in der entsprechenden Verfassung. Wonach es vor allem in der Hinrunde zunächst gar nicht ausgesehen hatte. Embolo kam bei den Königsblauen zwischenzeitig kaum zum Einsatz. Weshalb er beinahe bei RB Leipzig gelandet wäre.

"Ich kam von einer Verletzung, hatte eineinhalb Jahre gefehlt, fühlte mich gut - und ich spielte kaum", führte er aus: "Da ist es doch klar, dass man sich Gedanken macht, wenn man die WM spielen will. Aber die Klub-Führung machte mir klar, dass man mich nicht verkaufen werde. Es war die richtige Entscheidung."

"Ich war enttäuscht"

Auch, wenn er zwischendurch vieles einstecken musste - zum Beispiel die Kritik seines Trainer Domenico Tedesco, der öffentlich sagte, dass Embolo nach acht Minuten platt sei. "In jenem Pokalspiel (3:1 in der zweiten Runde bei Wehen Wiesbaden, Anm. d. Red.) war auch meine Körpersprache nicht so, wie sie sein sollte", räumte er ein: "Ich war enttäuscht, weil ich dachte, ich bekomme eine Chance von Anfang an - und durfte nur acht Minuten ran. Da muss ich selbstkritisch sein - und darf trotzdem sagen, dass ich seither ganz viel richtig gemacht habe. In der Vorbereitung und den Spielen packte ich meine Chance und machte danach fast in jedem Spiel ein Tor oder gab einen Assist."

Eine Quote, die er sich nun auch bei der WM erhofft.

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