Höwedes: "Beste Karten aus der Hand gegeben"

Da war die Schalker Welt noch in Ordnung: Kapitän Benedikt Höwedes (r.) bejubelt mit Eric Maxim Choupo-Moting das Tor zum 1:0.

LISSABON - Benedikt Höwedes spielt gerne das Kartenspiel „Phase zehn“. Deshalb mag es Schalkes Kapitän auch nicht so sehr, wenn er ein gutes Blatt überflüssigerweise aus der Hand geben muss. Wie die Schalker Mannschaft beim 2:4 in Lissabon, wo die Mannschaft laut Höwedes „beste Karten“ hatte.

Von Jens Greinke

„Wir haben einen guten Start hingelegt und führen mit 1:0. Das hätte man sich besser nicht ausmalen können“, meinte der 26-jährige nach der Partie und ärgerte sich mächtig über die neue Konstellation in der Schalker Champions-League-Gruppe G: „Wir haben jetzt eine blöde Situation geschaffen, in der alle vier Mannschaften noch die Chance haben aufs Weiterkommen. Nun müssen wir mit aller Macht Punkte sammeln in den verbleibenden beiden Spielen.“

Recht unverhohlen nannte Höwedes die Gründe für das Scheitern seiner Mannschaft in der portugiesischen Hauptstadt. Einerseits habe das Team derzeit „zu wenig Kreativität im Spiel nach vorne“. Andererseits gebe es auch noch ein weiteres Manko, das die Mannschaft aktuell hemme: „Es war nicht nur geistige Frische, es war auch körperliche Frische, die uns gefehlt hat. Wir müssen da schon noch ein bisschen was aufholen, ganz klar. Im Winter ausgiebig daran arbeiten, dass wir alle fit sind.“

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Der Fitness-Zustand des Teams sei nicht optimal, meint Höwedes. Und: „Ich glaube schon, dass wir in der Vergangenheit in diesem Bereich ein bisschen mehr hätten machen können. Wir können momentan in der Konsequenz nicht jedes Spiel über 90 Minuten gehen. Da arbeiten wir dran, dass wir da wieder auf ein gutes Level kommen.“ Eine klare Kritik an der Arbeit von Roberto Di Matteos Vorgänger Jens Keller.

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