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Schalke: Ausgliederung? Vorstand legt Finanzpläne für Wiederaufstieg offen

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Von: Sven Schneider

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Plant der FC Schalke 04 bei einem Wiederaufstieg in die Bundesliga die Ausgliederung der Profi-Abteilung? Der Vorstand sprach über Ziele und Finanzen bei S04.

Hamm - Aus sportlicher Sicht läuft es aktuell gut beim FC Schalke 04. Mit dem 2:1-Heimsieg gegen Jahn Regensburg am vergangenen Wochenende hat der S04-Kader den Anschluss an die Spitzengruppe der 2. Liga wiederhergestellt. Das kurz- bis mittelfristige Ziel in Gelsenkirchen bleibt der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch was dann? Fehlen doch finanzielle Mittel, um sofort konkurrenzfähig zu sein? Der Schalker Vorstand klärt auf.

VereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
OrtGelsenkirchen

Schalke: Ausgliederung? S04-Vorstand legt Pläne für Wiederaufstieg offen

Die Worte von Schalkes neuem Vorstandvorsitzenden hätten auf der Pressekonferenz am Dienstag kaum emotionaler sein können. „Schalke muss wieder vorne sein, muss vorangehen, muss den Mut haben, zu machen und muss ein Leuchtturm sein“, sagte Bernd Schröder, der zusammen mit Sportvorstand Peter Knäbel und Christina Rühl-Hamers (Vorstand Finanzen) auf dem Podium Platz nahm.

Die Mimik der Schalker Führungsetage war entspannt. Denn: Das Szenario Wiederaufstieg bleibt für Schalke 04 möglich. Zugleich betonten sie, für jeglichen sportlichen Ausgang mitsamt ihrem „Wechselgott“ Dimitrios Grammozis am Ende der Saison gewappnet zu sein. Aus finanzieller Sicht hingegen bleibt S04 eine Mammutaufgabe. Um die Lizenz müsse man sich in Gelsenkirchen keinerlei Sorgen machen. Dennoch betonte Christina Rühl-Hamers, dass man mit einer Auflage seitens der Deutschen Fußball-Liga (DFL) rechne. Zudem muss Schalke 04 das Leihspieler-Problem lösen, wie Ruhr24* berichtet.

Schalke rechnet mit Auflagen von der DFL - Kein Geld bei Wiederaufstieg?

„Das ist aber auch keine Überraschung, damit haben wir gerechnet, da wir im Sommer nicht alle Spieler transferieren konnten, sondern zum Teil nur ausleihen konnten. Aber wir werden die Auflage erfüllen“, so Rühl-Hamers. Mit Blick auf Transfers im Sommer wartet dann wieder ein arbeitsreiches Transferfenster auf Sportdirektor Rouven Schröder und Kollegen.

Besonders dann, wenn der Wiederaufstieg in die Bundesliga gelingen sollte. „Schalke muss wieder nach vorne. Das wollen wir innerhalb von drei Jahren schaffen. Erstmal gilt es, den Aufstieg zu schaffen und uns in der Bundesliga zu etablieren“, so Sportvorstand Peter Knäbel, der mit Blick auf neue Spieler anfügte: „Sollten wir aufsteigen, würden wir finanziell nicht in die Beletage der Bundesliga vorstoßen. Das sollte klar sein.“

Schalke: Ausgliederung in naher Zukunft laut S04-Vorstand kein Thema

Der radikale personelle Umbruch war Schalke 04 im vergangenen Sommer gelungen. Der Etat wurde von 80 auf nur noch 20 Millionen Euro gesenkt, zugleich wurde ein bislang funktionierendes sportliches Konzept erstellt. Gelingt das auch bei einem Wiederaufstieg in die Bundesliga trotz nach wie vor hoher Verbindlichkeiten? Finanziell sind Schalke 04 die Hände gebunden. „Wir geben nur das Geld aus, das wir haben“, betonte Finanzvorständin Rühl-Hamers.

Peter Knäbel, Sportvorstand von FC Schalke 04, bei einer Pressekonferenz.
Schalke: Ausgliederung? S04-Vorstand legt Pläne für Wiederaufstieg offen © Karsten Rabas/dpa

Geld, welches Investoren von außerhalb an den Verein herantragen könnten. Erst im vergangenen Jahr wurde das Thema Ausgliederung auf Schalke groß. Alexander Jobst, Ex-Vorstand Marketing, sagte noch, Schalke 04 müsse sich zukunftsorientierter aufstellen. Bedeutet: Die Ausgliederung wandelt einen eingetragenen Verein (e.V.) in eine Kapitalgesellschaft um.

So auch bald auf Schalke? Das Thema ist unter Fans sehr umstritten. Grund, darüber erneut nachdenken zu müssen, erhalten sie aber erst einmal nicht. „Das Thema Ausgliederung steht aktuell nicht auf der Agenda“, so Vorstandsvorsitzender Bernd Schröder. *Ruhr24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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