Vor Abstieg in die . Liga

„Einmaliges“ Modell: Schalke treibt Ausgliederung voran und sucht Gespräch mit den Fans

Die Ausgliederung ist beim FC Schalke 04 weiterhin ein großes Thema. Die Verantwortlichen um Jens Buchta wollen den Fans im Sommer ein erstes Modell vorstellen.

Hamm - Das Thema Ausgliederung schwebt nach wie vor über den noch immer eingetragenen Verein FC Schalke 04. Nicht nur ob der aktuellen sportlichen Entwicklung ist die Änderung der Rechtsform nicht mehr nur eine mögliche Option in Gelsenkirchen. Hinter den Kulissen arbeiten die Verantwortlichen daran, den Klub wieder auf die Beine zu bekommen - und wollen auf der kommenden Mitgliederversammlung ein „einmaliges“ Modell vorstellen.

VereinFC Schalke 04
CheftrainerDimitrios Grammozis
SponsorGazprom
Arena/StadionVeltins Arena

Schalke-Ausgliederung: S04 verspricht „einmaliges Modell“ und Diskussionsrunde

Beim FC Schalke 04 ist ganz viel Feingefühl gefragt. Kaum ein anderes Thema sorgt für so viel Diskussionsstoff im Verein wie das Thema Ausgliederung. Im Sommer 2015 erntete Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies Applaus für seine Zukunftsvision. „So lange ich auf Schalke bin, bleibt Schalke ein eingetragener Verein. Das ist eine feste Zusage“, sagte Tönnies damals. Rund fünf Jahre später trat der 65-Jährige von seinen Ämtern bei Schalke 04 zurück - und das Thema Ausgliederung wird neu aufgerollt.

Spätestens bei der nächsten Mitgliederversammlung sollen die Fans von Schalke 04 in die Pläne eingeweiht werden. Eben jene ist für den 13. Juni anberaumt. „Wir haben aus meiner Sicht ein hervorragendes Modell, das es im deutschen Fußball noch nicht gegeben hat“, wird Dr. Jens Buchta, Vorsitzender des Aufsichtsrats, von der WAZ zitiert.

Schalke-Ausgliederung: Gegner sollen bei Mitgliederversammlung Gesprächszeit bekommen

Zu wichtig sei das Projekt auf Schalke, als dass es bereits jetzt an die Öffentlichkeit gelangen dürfte. Nicht alle Details seiern ausgearbeitet. Dennoch betont Jens Buchta, dass das Modell speziell auf Schalke 04 zugeschnitten sei. Das soll langsam an die Fans herangeführt werden. Eine Abstimmung über eine Ausgliederung des Vereins werde es im Jahr 2021 wohl nicht geben. Die nächste Mitgliederversammlung soll maximal als Diskussionsrunde über die Pläne dienen.

Auch die Gegner einer Ausgliederung sollen im Juni Gesprächszeit bekommen. „Das ist ein so großes Thema, das geht nur nach einer intensiven Auseinandersetzung und Diskussion. Ohne vorherige Diskussion wird das der Mitgliederversammlung nicht zur Beschlussfassung vorgelegt“, so Jens Buchta. So oder so: Der FC Schalke 04 steht vor einem langen Prozess, mit oder ohne Ausgliederung.

Schalke 04 will Pläne zur Ausgliederung im Juni vorstellen.

Der Abstieg in die 2. Liga scheint besiegelt. Im Sommer sollen mindestens vier Spieler für eine hohe zweistellige Millionensumme verkauft werden. Der aktuelle Sportchef Peter Knäbel formulierte bereits das Anforderungsprofil für neue Spieler nach dem Abstieg. Gehört Keeper Frederik Rönnow dazu? Der Däne sprach über einen möglichen Verbleib in Gelsenkirchen.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare