Schalke-Boss Tönnies kündigt Verstärkungen an

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Clemens Tönnies

[UPDATE 15.20 Uhr] GELSENKIRCHEN - Düsseldorfs Torhüter Giefer ist der zweite echte Schalker Neuzugang für den Sommer. Ansonsten baut der Club auf den Kern seiner jungen Mannschaft. Tönnies kündigt aber maßvolle Invstitionen an.

Der FC Schalke 04 will seinen Kader zur kommenden Fußballsaison punktuell verstärken, plant aber keine teueren Investitionen. Laut Aufsichtsratschef Clemens Tönnies werde man nach dem letzten Saisonspiel an diesem Samstag gegen den 1. FC Nürnberg "in die Phase der Planung gehen". Mit der ablösefreien Verpflichtung von Torhüter Fabian Giefer vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf setzte der Revierclub am Mittwoch jedoch ein weiteres Signal. Bestätigt wurde der schon lange als sicher geltende Wechsel von Fortuna-Sportvorstand Helmut Schulte: "Es ist bekannt, dass uns Giefer zum Saisonende verlassen wird, und zwar in Richtung Schalke."

Tönnies hatte zuvor in der "Sport Bild" Zuversicht verbreitet, "dass wir personell nachladen können". Darüber hinaus vertraue man bewährten Kräften. "Wir haben die Stammmannschaft komplett zusammen und werden sie punktuell weiter verstärken. Wobei wir schon drei Kaliber mit Dennis Aogo, Jan Kirchhoff und Sidney Sam verpflichtet haben", sagte Tönnies.

Der zunächst vom Hamburger SV nur ausgeliehene Aogo, der sich nach einem Kreuzbandriss im Trainingsaufbau befindet, wurde zur kommenden Spielzeit für eine Million Euro fest bis 2017 unter Vertrag genommen. Kirchhoff hatten die Königsblauen in der Winterpause bis 2015 von Bayern München ausgeliehen. Allerdings absolvierte der Mittelfeldakteur erst am vergangenen Samstag die ersten Bundesliga-Minuten für Schalke. Nationalspieler Sam, der für 2,5 Millionen Euro vom Rivalen Bayer Leverkusen kommt, und nun Giefer sind somit die ersten echten Neuzugänge. Giefer dürfte sich ein spannendes Duell mit dem zum Stammkeeper avancierten Ralf Fährmann liefern, der seinen Kontrakt am Sonntag bis 2019 ausgedehnt hatte.

Clubchef Tönnies betonte, man wolle den Weg der finanziellen Konsolidierung weitergehen, sich sportlich dennoch weiterentwickeln. An der Dominanz von Meister München und Nachbar Borussia Dortmund rüttelte er nicht: "Es wird keine Kampfansage von mir Richtung Dortmund und Bayern geben. Wir wollen unseren Club weiter nach vorne bringen." - lnw

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