Im Pokal-Match gegen Hertha BSC

Nübel gibt sein Heim-"Comeback": So reagieren die Fans

Alexander Nübel wird im Pokal-Match gegen Hertha BSC erstmals seit der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern wieder auf Schalke a

Alexander Nübel steht erstmals seit der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern im Pokal-Duell mit Hertha wieder auf Schalke im Tor. Wie die Fans reagierten.

  • Schalkes Trainer David Wagner hat sich weiterhin für Alexander Nübel als Nummer eins entschieden.
  • Im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC stand Nübel erstmals seit Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern wieder in der Schalker Arena im Tor.
  • Die Reaktion der Fans war glimpflich.

    Update vom 4. Februar, 20.49 Uhr: Spiel eins für Alexander Nübel in der Schalker Arena nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern. Mit Spannung wurde erwartet, wie die Fans der Königsblauen reagierten.

Als der Keeper vor dem Anpfiff des DFB-Pokal-Achtelfinals gegen Hertha BSC (hier im Live-Ticker) in sein Tor direkt vor der Nordkruve eilte, feuerte die große Schalker Fan-Kurve ihre Mannschaft wie gewohnt an - ohne Pfiffe oder Buh-Rufe für Nübel.

Damit folgten die Anhänger der Aufforderung von Schalkes Cheftrainer David Wagner: "Das sollten wir auch beibehalten, wenn wir aus der bisher guten Saison am Ende etwas Zählbares rausholen wollen", hatte er gesagt, nachdem die mitgereisten Anhänger bereits in Berlin

Nübel gibt sein Heim-"Comeback": Wie reagieren die Fans?

Update vom 3. Februar, 15.16 Uhr: Er ist zurück in der Arena. Vor über 60.000 Zuschauern. Für Alexander Nübel ist es der erste Auftritt auf Schalke nach seiner Rot-Sperre - und vor allem nach Bekanntgabe seines Sommer-Wechsels zum FC Bayern.

Die Frage, die da aufkommt: Ist es für Schalkes Keeper der nächste Schritt zurück in die Normalität? Oder gibt es doch ein Pfeifkonzert der eigenen Fans, wenn Nübel wieder in der Arena in der Startaufstellung steht? Für Schalkes Trainer David Wagner, der mit seiner Rasen-Kritik eine verbale Auseinandersetzung mit Berlins Jürgen Klinsmann auslöste, stellt sich die Frage vor dem Achtelfinal-Duell im DFB-Pokal am Dienstagabend gegen Hertha BSC (20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV) gar nicht.

Bei seinem Auswärtsauftritt am Freitagabend in Berlin (0:0) hatten die Fans den Torhüter mit Unmutsbekundungen oder gar Beschimpfungen verschont. "Das sollten wir auch beibehalten, wenn wir aus der bisher guten Saison am Ende etwas Zählbares rausholen wollen", sagte Wagner mit Blick auf das Heim-"Comeback" seines Keepers.

Update vom 1. Februar, 9.45 Uhr: Alexander Nübel stand am Freitagabend im Olympiastadion gegen Hertha BSC im Fokus. Nach der Bekanntmachung seines Wechsels zum FC Bayern und seiner abgesessenen Rotsperre, kehrte der 23-Jährige zurück zwischen die Pfosten des FC Schalke 04.

Viel zu tun bekam er nicht gegen den selbst ernannten "Big City Club" aus Berlin, der sich mehr auf das Zerstören als das Erzeugen von Spielfluss beschränkte, wie wir kommentiert haben. Bis auf den Schuss von Herthas Maximilian Mittelstädt, der in der Nachspielzeit nur Zentimeter am Schalker Kasten vorbei rollte, hatte Nübel einen mehr als ruhigen Abend erlebt.

Auch, weil es auf den Rängen überraschend ruhig geblieben war. Zwar erntete Nübel beim Warmmachen vereinzelte leise Pfiffe, allerdings auch Applaus aus dem prall gefüllten Schalker Gästeblock. Schalkes Trainer David Wagner hatte vor der Partie an die Vernunft der blau-weißen Fans appelliert (siehe Update vom 30. Januar, 13.35 Uhr). 

Schalkes Coach David Wagner lobte die Schalker Fans nach der Partie gegen die Hertha.

Dementsprechend gefreut hatte sich der Coach der Knappen nach der Partie: "Das habe ich genauso erwartet. Unsere Fans sind so schlau, dass sie genau wissen, dass wir das alles zusammen erreicht haben, die Fans mit der Gruppe", lobte Wagner und fügte mit Blick auf den kommenden Dienstag an: "Das sollten wir auch beibehalten, wenn wir aus der bisher guten Saison am Ende etwas Zählbares rausholen wollen." 

Dann nämlich stehen sich der FC Schalke 04 und Hertha BSC erneut gegenüber, diesmal jedoch im Achtelfinale des DFB-Pokals. Mit großer Wahrscheinlichkeit allerdings ohne Leistungsträger Suat Serdar.

Update vom 30. Januar, 13.35 Uhr: Schalkes Trainer David Wagner hat sich am Donnerstagmittag zum Thema Alexander Nübel/Markus Schubert geäußert. "Es war eine öffentliche Diskussion. Ich hatte das Gefühl, dass mir Probleme suggeriert werden. Ein Torwart wechselt zu Bayern München, der andere steht möglicherweise bei Olympia im Tor. Wir haben zwei herausragende Torhüter." 

Zudem appellierte er erneut an die Fans, Nübel trotz seines bevorstehenden Wechsels zum FC Bayern zu unterstützen. "Unsere Fans leisten über die gesamte Saison einen Riesen-Beitrag. Sie wissen, wie wichtig die Unterstützung für jeden einzelnen Spieler ist. Wir sind eine Gruppe, es macht keinen Sinn, sich jemanden negativ herauszupicken."

Update 30 Januar, 9.00 Uhr: Alexander Nübel wird am Freitagabend im Schalker Tor stehen. Dazu hatte sich Schalkes Trainer David Wagner unter der Woche laut Medienberichten entschieden. Allerdings soll sein Entschluss unabhängig vom kurzfristigen Ausfall von Nübels Konkurrent Markus Schubert gefallen sein. Der nämlich laboriert seit Wochenbeginn an Patellasehnen-Problemen. Ausfallzeit: unbekannt.

Wie der Kicker berichtet, soll der deutlich weitere Entwicklungsstand Nübels Schalkes Trainer Wagner überzeugt haben. Mit bereits 30 absolvierten Bundesliga-Partien verfüge Nübel über die nötige Präsenz und mentale Stärke, die es derzeit im Kampf um die internationalen Plätze benötigt. Attribute, die sich sein Nachfolger Markus Schubert in den kommenden Monaten noch erarbeiten müsse.

Update 29 Januar, 21.30 Uhr: Die Torwart-Frage schwebte seit Wochen über Schalke 04. Kehrt Alexander Nübel nach abgesessener Rotsperre zwischen die Pfosten zurück? Oder soll Markus Schubert bereits jetzt auf die kommende Saison vorbereitet werden, wenn Nübel beim FC Bayern anheuert. Wie die Sport Bild am Mittwochabend berichtet, soll sich Schalkes Trainer David Wagner nun entschieden haben - wenn auch wohl unfreiwillig.

Alexander Nübel wird am Freitagabend gegen Hertha BSC (20.30 Uhr/DAZN) sein Comeback in der Start-Elf von Schalke 04 feiern. Allerdings profitiert der 23-Jährige von einem verletzungsbedingten Ausfall seines Konkurrenten. Denn Markus Schubert laboriert bereits seit Wochenbeginn an Patellasehnen-Problemen. Das Mannschaftstraining am Dienstag hatte Schubert bereits verpasst. Besserung war auch am Mittwoch nicht in Sicht.

Dem Bericht zufolge wollen die Schalker Verantwortlichen kein Risiko eingehen und Schubert genügend Zeit für den Heilungsprozess einräumen. Ob die Königsblauen nach Schuberts Genesung erneut einen Torwartwechsel durchführen werden, bleibt zumindest fraglich. Es sieht vieles danach aus, als wäre die Frage zur Schalker Nummer eins erst einmal geklärt.

Wegen Nübel: Schalke und Bayern schließen Pakt

Update, 29. Januar, 12.00 Uhr: Alexander Nübel oder Markus Schubert? Das Torwartthema bei Schalke 04 bleibt aktuell. Immerhin dürfte es rund um Wechsel von Nübel zum FC Bayern in den kommenden Monaten deutlich ruhiger werden.

Wie die Sport Bild berichtet, sollen sich die Vereinsvertreter von Schalke 04 und der Münchner darauf geeinigt haben, sich nicht mehr in der Öffentlichkeit über Alexander Nübel äußern zu wollen, „um Ruhe in die Personalie zu bekommen“, wie es in dem Bericht heißt. 

Ruhe, die nicht nur dem 23-jährigen Nübel gut tun würde. Denn in den kommenden Monaten geht es für den FC Schalke 04 darum, um die internationalen Plätze zu kämpfen. Los geht es am kommenden Freitagabend bei Hertha BSC. Dann wohl mit Nübel zwischen den Pfosten (siehe Update vom 28. Januar).

Update, 28. Januar, 16.00 Uhr: Das ist wohl die Vorentscheidung in der Schalker Torwartfrage. Markus Schubert musste beim Dienstagstraining des FC Schalke aussetzen. Der Schnapper hat Probleme mit der Patellasehne. Das ist drei Tage vor dem Spiel des FC Schalke gegen Hertha BSC kein gutes Signal für ihn. Damit rückt das Comeback von Alexander Nübel näher. Schubert hatte bei der 0:5-Klatsche beim FC Bayern bei zwei Treffern nicht gut ausgesehen.

Update 25. Januar, 21.51 Uhr: David Wagner war sichtlich genervt. In jedem Interview wurde Schalkes Trainer nach der 0:5-Packung beim FC Bayern zu Torwart-Thema angesprochen. Markus Schubert hatte bei zwei Toren groß gepatzt - ob das den bedeuten würde, dass Alexander Nübel nach Ablauf seiner Rot-Sperre am Freitag beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC wieder im Tor stehen würde?

"Wir haben gerade 0:5 gegen Bayern München verloren, das ist gerade kein Thema für mich", erklärte der Coach in der Pressekonferenz. 

Zuvor hatte sich der 48-Jährige kurz nach dem Abpfiff bei Sky immerhin etwas ausführlicher geäußert: "Wir werden uns in den nächsten Tagen die Zeit geben, darüber nachzudenken."

Dabei verweis er darauf, dass Schubert "auch noch einige sehr gute Bälle gehalten" habe: "Es hätte auch noch höher ausgehen können. Er war natürlich auch bei zwei Toren mit dabei. Das brauchen wir auch nicht verschweigen."

Schubert patzt im letzten Spiel von Nübels Sperre

Update 25. Januar, 18.46 Uhr: Ausgerechnet in dem Spiel, in dem Markus Schubert besonders im Fokus stand, leistete er sich einen dicken Patzer. Schalkes Keeper hatte beim frühen Rückstand der Königsblauen im Gastspiel beim FC Bayern (hier im Live-Ticker) einen riesigen Anteil. Der 21-Jährige verschätzte sich bei einer Flanke von Thomas Müller gewaltig, sodass Ivan Perisic den Ball bekam und auf Robert Lewandowski passte. Und der ließ sich nicht zweimal bitten - 0:1 nach sechs Minuten aus Sicht der Knappen. Auch beim 0:5-Endstand durch Serge Gnabry sah Schubert unglücklich aus.

Es war die letzte Partie, in der Schalkes eigentliche Nummer eins Alexander Nübel aufgrund seiner Rot-Sperre fehlte. Im Vorfeld des  Duells mit Nübels künftigem Klub war spekuliert worden, dass Schuberts Leistungen in München darüber entscheiden werden, ob er weiterhin das Schalker Tor hüten wird oder Nübel zurückkehrt.

Dabei war es nicht die erste Partie, in der Schuberts Defizite in der Strafraumbeherrschung nach Flanken aufgefallen war. Dieser Patzer könnte ihm jedoch (zunächst) den Platz im königsblauen Gehäuse kosten.

Erstmeldung: Bleibt Schubert auch nach Nübels Sperre im Tor? Wagner: "Natürlich ist es schwierig, …"

Gelsenkirchen - David Wagner hatte geahnt, dass diese Frage kommen würde. Lange ging es auf der Pressekonferenz am Freitag tatsächlich in erster Linie um die sportliche Aufgabe des FC Schalke 04 am Samstagabend bei Rekordmeister FC Bayern, bis sich der Cheftrainer der Königsblauen dann doch zu dem Thema äußern musste, das die vergangenen Wochen rund um die Knappen das größte war: Alexander Nübel.

Im Gastspiel bei seinem künftigen Klub am Samstag in München (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV) muss der Keeper aufgrund seiner Rot-Sperre noch zusehen, danach dürfte der 23-Jährige wieder in der Bundesliga auf dem Rasen stehen. Doch kehrt der als Kapitän abgesetzte Nübel tatsächlich ins Schalker Tor zurück? Oder darf sich Markus Schubert - auch mit Blick auf die Zeit nach Nübel - weiterhin beweisen?

Wagner attestiert Schubert gute bis sehr gute Leistungen

Die Partie in München könnte dahingehend entscheidend sein. Die Bild spekuliert, dass Schalke am U21-Natioaltorwart festhalten wolle, sollte er sich keine großen Aussetzer erlauben. Nübel drohe damit die Bank.

Und Wagner? Der blieb nach außen hin gewohnt gelassen.

"Ich habe mit Schubi nicht mehr oder weniger gesprochen als in den vergangenen sechs Monaten auch", kommentierte der Coach und verwies darauf, dass Torwart-Trainer Simon Henzler in erster Linie den kommunikativen Part mit den Keepern übernehme. "Das macht er sehr gut, das zeigen ja auch die Leistungen, die Schubi geboten hat. Die waren in meinen Augen gut bis sehr gut."

Viel spräche also nicht dagegen, weiterhin auf Schubert zu setzen, auch wenn Wagner meinte: "Alles Weitere in der Woche darauf." Dann wird er sich erneut der Frage stellen müssen, ob Schubert auch am Freitag auswärts bei Hertha BSC ran darf oder Nübel zurückkehrt.

Allgemein meinte er: "Natürlich ist es schwierig, wenn du zwei qualitativ sehr gute Spieler für eine Position hast. Aber es gehört zu meinem Job, schwierige Entscheidungen zu treffen. Das ist tägliches Business - für das Trainerteam und die Spieler."

Wagner stellte bei Nübel nur eine Änderung fest

Während in den vergangenen Wochen viel über Nübel diskutiert wurde, hielt sich der Ostwestfale bedeckt. Nicht reden, nicht auffallen. Das übernahm zuletzt vermehrt sein Berater Stephan Backs. Selbst er meinte: Sollte Schubert in München abliefern, "wird es schwierig, ihn aus dem Tor zu nehmen", sagte er in einem Interview mit dem Magazin 11Freunde. "Aber wenn David Wagner der Meinung ist, Alex sei der bessere Torwart, dann sollte es auch ums Sportliche gehen und nicht ums Drumherum."

Vor allem bei den Schalker Fans ist es schwierig, jenes Drumherum gänzlich auszublenden, auch wenn Sportvorstand Jochen Schneider betonte: "Alex Nübel hat nichts Unrechtes getan. Er klagt sich nicht raus, er streikt sich nicht raus, er gibt 100 Prozent für Schalke 04." Er verwies zudem darauf, welch "großartige Leistungen" Nübel im Abstiegskampf der Vorsaison geboten habe: "Er bleibt in unserer Familie. Und niemand sieht es gerne, wenn ein Teil der Familie herausgepickt und angegriffen wird."

Eben weil er sich so zurückzog, lässt sich nur spekulieren, wie Nübel selbst damit umgeht. Trainer Wagner erklärte, der Keeper sei so wie immer. "Die einzige Veränderung ist, dass Alex in den letzten Trainingswochen nicht mitgespielt hat, wenn wir Spielformen gemacht haben, weil wir sie logischerweise mit Schubi und Michi Langer gemacht haben", berichtete Schalkes Coach: "Deswegen war er weniger involviert, aber das ging Michi Langer in den ganzen Monaten davor ja genauso. Das ist für mich der einzig wahrnehmbare Unterschied, sonst ist alles wie immer."

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