Schalke 04

Schöpf drängt sich wieder auf: "... dann bin ich wieder bei 100 Prozent"

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Nach langer Verletzungspause gab Schalkes Alessandro Schöpf gegen Hertha sein Comeback bei den Profis.

Alessandro Schöpf hat sich mit einem Kurz-Einsatz gegen Hertha zurückgemeldet. Jetzt will Schalkes Dauerläufer mehr - und erhöht den Konkurrenzkampf auf mehreren Positionen.

Gelsenkirchen – Es muss mitunter eines der schlimmsten Szenarien für einen Fußball-Profi sein. Da kommt ein neuer Trainer mit einer neuen Philosophie, einer anderen Spielidee, während man selbst vorerst zum Zuschauen verdonnerst ist. Eine äußerst unbeliebte Rolle bei Sportlern.

So geschehen bei Alessandro Schöpf. Als David Wagner seinen Dienst als Schalker Chefcoach angetreten hatte, befand sich der Österreicher noch im Aufbautraining. Er hatte sich im Januar einen Außenbandriss und eine Kapselverletzung zugezogen.

Doch die persönliche Leidenszeit des 25-Jährigen ist vorbei. Nach zwei Einsätzen in der U23 gab er am Samstag gegen Hertha BSC (3:0) sein Comeback bei den Profis. „Es hat sich super angefühlt nach dieser langen Zeit“, sagt Schöpf. „Ich bin froh, wieder fit zu sein und freue mich auf alles, was kommt.“

Schöpf hofft im Testspiel auf 90 Minuten

Körperlich ist Schöpf also wieder einsatzbereit. Jetzt gilt es für ihn, wieder die nötige Spielfitness zu bekommen. „Die“, weiß Schöpf, „bekommst du nur über die Minuten auf dem Rasen. Gegen Hertha hatte ich fünf Minuten, das ist jetzt nicht die Welt.“

Daher will Schöpf die Länderspielpause auf Schalke nutzen, um dieses Pensum zu steigern. Mit Blick auf das Testspiel der Königsblauen am Freitag in Bottrop gegen Drittligist Viktoria Köln (18 Uhr/bei uns im Live-Ticker) sagt er: „Da möchte ich über einen längeren Zeitraum auf dem Platz stehen, vielleicht auch über 90 Minuten. Nach den zwei Wochen bin ich dann auch wieder bei 100 Prozent.“

Womit er seinem Coach eine weitere Option bieten würde. Allzweckwaffe Schöpf, der in der Vergangenheit in einer Fünferkette oft über die Flügel kam, am liebsten aber im Zentrum aufläuft, drängt sich zurück.

Schöpf erhöht den Konkurrenzkampf auf mehreren Positionen

Aber wohin? Gegen Berlin kam der Schalker Dauerläufer – in der Vorsaison spulte er für Königsblau durchschnittlich die meisten Kilometer ab – für Sechser Omar Mascarell in die Partie. Für das laufintensive, stark auf Pressing ausgerichtete Spiel von Wagner bringt Schöpf nahezu die besten Voraussetzungen mit.

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Der Konkurrenzkampf nimmt durch die Rückkehr des Österreichers jedenfalls weiter Fahrt auf. Mascarell, aber auch Amine Harit auf der Zehn oder Beinto Raman oder Daniel Caligiuri auf den offensiven Außenpositionen – alles Positionen, auf denn Schöpf sich mit seinen Stärken einbringen könnte. Einen ersten Fingerzeig, wo Wagner den laufstarken Schöpf sieht, wird bereits das Testspiel am Freitag liefern. Und der Österreicher wird alles daran setzen, um sich künftig für die Schalker Startelf zu empfehlen.

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