S04-Kampagne „stehtauf“

Schalke kontert AfD-Politiker auf Twitter - nicht nur der BVB zeigt Anerkennung

Schalke 04 setzt in den sozialen Medien ein Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und für Toleranz. Das gefällt AfD-Politiker Stephan Brandner wohl überhaupt nicht.

Hamm - Der FC Schalke 04 teilt ein rund zweiminütiges Video in den sozialen Medien. „Steht gemeinsam mit uns auf – gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung und für ein buntes, tolerantes Schalke“, betitelt S04 seinen Beitrag. Zu sehen sind Spieler, Mitarbeiter, Verantwortliche und Fans, die sich während der Kampagne „stehtauf“ für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft einsetzen. Das gefiel speziell einem Mann offenbar überhaupt nicht.

VereinFC Schalke 04
CheftrainerChristian Gross
StadionVeltins Arena (Gelsenkirchen)
Plätze62.271

Schalke kontert AfD-Politiker Stephan Brandner: Zustimmung von BVB und Werder

Der Beitrag des FC Schalke 04 ist keine 24 Stunden online, da lässt sich AfD-Politiker Stephan Brandner zu einem Kommentar hinreißen. „S04 setzt Zeichen: Nicht nur in der Tabelle!“, schreibt Brandner auf seinem Twitter-Profil und teilte darunter das Schalker Video, versehen mit einem Zwinker-Emoji. Der Rechtsanwalt ist seit Dezember 2019 einer von drei stellvertretenden Bundessprechern der AdD.

Bis zu seiner Abwahl am 13. November 2019 war Stephan Brandner Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestages. Der Grund für sein Aus: Beschimpfungen und antisemitische Ausfälle. Nun verschafft sich Stephan Brandner in den sozialen Medien Gehör mit einem polemischen Kommentar - und kassiert zugleich die Antwort von Schalke 04.

Schalke: AfD-Politiker Stephan Brandner kommentiert Beitrag gegen Diskriminierung

Denn: Der Schalker Konter aus der Social-Media-Abteilung hat es in sich. „Herr Brandner, sich über Werte wie Vielfalt und Toleranz lustig zu machen, ist für einen gewählten Volksvertreter arm. Unabhängig von unserer sportlichen Situation: Schalke wird nie auf Ihr Niveau absteigen“, schreibt S04 unter Stephan Brandners Beitrag auf Twitter.

Schalke 04 kontert AfD-Politiker Stephan Brandner via Twitter.

Aktuell rangiert der Traditionsklub aus Gelsenkirchen auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga. Der Abstieg in die 2. Liga von S04 wird von Woche zu Woche wahrscheinlicher. Die finanziellen Folgen wären für Schalke 04 katastrophal - doch Sponsor Gazprom macht S04 Hoffnung in schwierigen Zeiten.

Schalke: Konter auf AfD-Politiker Stephan Brandner erhält tausende Likes und Zustimmung

Der Tweet des FC Schalke 04 erhielt innerhalb weniger Minuten tausende Likes. Zudem meldeten sich weitere Bundesliga-Klubs zu Wort und drückten ihre Zustimmung aus. „Starkes Statement! Danke, S04“, antwortete Borussia Dortmund via Twitter. Auch der SV Werder Bremen hebt den digitalen Daumen. „Klare Kante und gute Worte! Sauber S04“, ist unter der Schalker Antwort zu lesen.

Die Schalker Kampagne „stehtauf“ wird noch bis zum Heimspiel gegen RB Leipzig am 6. Februar fortgesetzt. Ihren Ursprung fand das Motto 2015, als nach Übergriffen auf Flüchtlinge ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus gesetzt wurde.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare