DFL-Auflagen

Keine Millionen durch Transfers von Kabak und Harit: Droht Schalke ein Punktabzug?

Schalke 04 blickt auf eine wahre Transfer-Flut im Sommer zurück. Doch hohe Einnahmen generierte S04 mit den Verkäufen nicht. Droht nun ein Punktabzug?

Gelsenkirchen - Hinter Rouven Schröder liegen arbeitsreiche Monate. Der Sportdirektor des FC Schalke 04 hat seit seinem offiziellen Amtsantritt im Juni so viele Transfers über die Bühne gebracht wie andere Manager in mehreren Jahren nicht. 29 (!) Profis gehören seit der abgelaufenen Transfer-Periode nicht mehr zum S04-Kader, 15 neue Spieler wechselten in diesem Zeitraum nach Gelsenkirchen. Doch die erhofften Millionen-Einnahmen blieben in vielen Fällen aus.

FußballvereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
Gründung4. Mai 1904, Gelsenkirchen

Schalke 04: Keine Millionen-Transfers - droht jetzt ein Punktabzug?

Gerade bei den wertvollen jungen Spielern wie Ozan Kabak oder Amine Harit erhofften sich die Verantwortlichen um Sportvorstand Peter Knäbel und Sportdirektor Rouven Schröder möglichst hohe Ablösesummen, um die mehr als angespannte finanzielle Situation auf Schalke zu verbessern.

Doch Kabak wechselte auf Leihbasis zu Norwich City, während Harit offenbar leihweise für ein Jahr bei Olympique Marseille anheuert - für letzteren Deal fehlt allerdings noch immer die offizielle Bestätigung. Abgesehen von den eingesparten Gehältern und Leihgebüren, die die neuen Vereine der beiden nach Gelsenkirchen überweisen, flossen aber nicht die erhofften zweistelligen Millionen-Beträge in die S04-Kassen.

Zwar verkaufte Schalke am letzten Tag des Transfer-Fensters noch Matthew Hoppe zu RCD Mallorca, doch auch die Ablöse von 3,5 Millionen Euro, die für den US-Stürmer im Gespräch ist, gleicht die fehlenden Transfer-Einnahmen bei den Deals rund um Kabak und Harit nicht aus. Nach einem Bericht der Bild hatte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den Königsblauen die Lizenz für die 2. Bundesliga nur unter Auflagen erteilt. Demnach muss S04 bis zum 15. September rund 30 Millionen Euro aus Transfers einnehmen, ansonsten könnten den Knappen in der laufenden Saison sechs Zähler abgezogen werden.

Droht ein Punktabzug? Schalke 04 hat offenbar Notfall-Plan

Droht Schalke also nun ein Punktabzug, weil die Transfers nicht das erhoffte Geld eingebracht haben? Statt der geforderten 30 Millionen Euro sind laut Bild in der abgelaufenen Transfer-Periode nur etwa 10 Millionen zusammengekommen - zu wenig, um die DFL-Auflagen zu erfüllen. Allerdings hat S04 offenbar einen Notfall-Plan: Die Zeitung schreibt, dass ein Teil der 26,5 Millionen Euro, die der Klub durch den Verkauf einer eSports-Lizenz eingenommen hat, genutzt werden soll, um das Finanz-Loch zu stopfen und beruft sich dabei auf „Vereinskreise“.

Schalkes Finanz-Vorständin Christina Rühl-Hamers hatte der Sport Bild bereits im Juli gesagt: „Wir werden es schaffen, die Auflagen bis zum 15. September zu erfüllen. Einen Punktabzug werden wir verhindern.“ Sollte das nicht klappen, würde der von vielen Schalke-Fans erhoffte direkte Wiederaufstieg in weite Ferne rücken.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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