Schalke 04

So viel Goretzka steckt in Bentaleb

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Nabil Bentaleb (rechts) gilt auf Schalke als Kandidat für die Nachfolge des Bald-Münchners Leon Goretzka. Doch sie unterscheiden sich in ihrer Spielanlage sehr.

Noch ist offen, ob Leon Goretzka Schalke 04 am Samstag gegen Hertha BSC zur Verfügung steht. Nabil Bentaleb steht bereit - ist aber kein adäquater Ersatz für den Bald-Münchner.

Gelsenkirchen - Er ist Mister 100-Prozent. Zumindest, wenn es um Elfmeter geht. Viermal ist Nabil Bentaleb für Schalke 04 bereits zum Strafstoß angetreten. Viermal verwandelte der Algerier sicher – zuletzt beim 2:0-Sieg in Leverkusen. Es war der achte für die Königsblauen in dieser Saison. Alle acht waren drin.

Doch auch, wenn die Mannschaft von Cheftrainer Domenico Tedesco damit bislang die meisten Elfer aller Bundesligisten zugesprochen bekam, kommt es nicht nur auf diese Stärke an. Besonders bei Bentaleb. Nachdem er wegen seines egoistischen Verhaltens zuletzt eher als Problemfall aufgefallen war, muss er sich nun sportlich beweisen.

Dass er vorweg gehen kann und will, betonte er mehrfach. Dabei könnte er davon profitieren, dass Leon Goretzka in dieser Woche bislang erneut nicht voll mittrainieren konnte und im Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) auszufallen droht.

Bentaleb kein Box-zu-Box-Spieler

Die Chance für Bentaleb, sich auch als dauerhafter Nachfolger für den künftigen Münchner zu empfehlen? So einfach ist es nicht. Der 23-Jährige ist ein anderer Spielertyp. „Von der Qualität wäre Nabil auf jeden Fall ein Goretzka-Nachfolger, auch wenn er nicht diese tiefen Laufwege hat“, sagt Tedesco.

Doch es sind mehr als nur die Laufwege. Bentaleb bringt ganz andere Anlagen mit, „er ist kein Box-zu-Box-Spieler wie Goretzka“, erklärt Taktik-Experte Constantin Eckner von spielverlagerung.de.

Algerier ähnelt Typ Meyer

Während Goretzka taktisch klug und ein kompletter Spielertyp ist, der defensiv gut arbeitet und Offensiv-Gefahr ausstrahlt, lässt sich Bentaleb lieber zurückfallen. „Im Vergleich ist er nicht so ein dynamischer Mittelfeldspieler“, meint Eckner: „Schalke hat keinen zweiten Goretzka in seinen Reihen.“

Das bedeutet gleichzeitig, dass ein Mittelfeld-Zentrum mit Bentaleb und dem gesetzten Max Meyer auf der Sechs für das Schalker Spiel nicht unbedingt die Ideal-Besetzung wäre, da sich beide von der Ausrichtung zu ähnlich sind.

„Meyer ist mit seiner Technik und Beweglichkeit die erste Sicherheits-Option für die Abwehr“, erklärt der Taktik-Experte. „Bentaleb ist nicht so ballsicher.“ Laufen beide gemeinsam in der beschriebenen Konstellation auf, dann „besteht die Gefahr, dass die Verbindung nach vorne, die sonst durch Goretzka da ist, nicht so gegeben ist wie sonst.“

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