Drei Punkte für Königsblau

Schalke erleichtert: Fortschritt dank "dreckigem Arbeitssieg"

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Bastian Oczipka (l.) und Max Meyer bejubelte den Schalker Arbeitssieg in Freiburg.

Schalke 04 zeigt beim Erfolg in Freiburg gewiss keine Gala-Vorstellung, ist mit dem "dreckigen Sieg" dennoch zufrieden. Aber die Königsblauen wissen, dass sie sich steigern müssen.

Freiburg - Eintracht Frankfurt. Borussia Dortmund. Hannover 96. TSG 1899 Hoffenheim und Hertha BSC. Sie alles schafften es in dieser Saison nicht, im Schwarzwaldstadion beim SC Freiburg dreifach zu punkten. Insofern feierte Schalke 04 eine Premiere mit dem knappen 1:0 (0:0)-Erfolg im Breisgau dank des Treffers von Daniel Caligiuri (62.).

Aber das Resultat lässt bereits vermuten: Es war alles andere als ein Spaziergang. "Freiburg war zuvor in elf Pflichtspielen im eigenen Stadion ungeschlagen. Das zeigt, dass es hier nicht einfach ist", sagte Schalkes Trainer Domenico Tedesco und fügte ehrlich an: "Wir können am Ende glücklich sein, dass wir dieses Spiel gewonnen haben." Bastian Oczipka meinte: "Es war ein dreckiger Auswärtssieg."

Freiburg überrascht Schalke

Und einer, nachdem es anfangs gar nicht ausgesehen hatte. Im ersten Durchgang fanden die Königsblauen keinen Zugriff. Waren auch davon überrascht, dass der SC "Fußball gespielt hat", wie es Tedesco formulierte: "Freiburg hatte einen sehr ruhigen und ballsicheren Spielaufbau." Statt mit langen Bällen zu agieren, suchte der SC spielerische Lösungen - und wär beinahe zum Erfolg gekommen.

Schalke feiert Arbeitssieg in in Freiburg

Zunächst landete Nils Petersens Schuss am Lattenkreuz, nachdem der Versuch von Mike Frantz und der Parade von Ralf Fährmann bei ihm gelandet war (32.). Dann traf Bartosz Kapustka nach einer sehenswerten Aktion aus der Distanz die Latte (37.). "Da hätte ein Tor für uns fallen können", meinte Freiburgs Coach Christian Streich. Ja vielleicht sogar müssen. Zuvor hatte auf Seiten der Schalker Yevhen Konoplyanka den Pfosten (29.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Besserung dank Umstellung

Mit der Umstellung des Systems von 3-5-2 auf 3-4-3 lief es bei den Königsblauen besser. Sie hatten mehr Erfolg darin, den Freiburger Spielaufbau im Keim zu ersticken. "Wir haben vorne gut gepresst und dadurch auch die eine oder andere Möglichkeit erspielt", meinte Max Meyer.

Anders als in der Vorwoche beim 1:1 gegen Wolfsburg, blieben die Gäste auch nach dem Treffer von Caligiuri konzentriert, ließen kaum nennenswerte Möglichkeiten der Hausherren zu. Dennoch wissen sie alle im Lager von Schalke 04, dass sie nicht die Sterne vom Himmel gespielt haben. Aber auch das gehörte zur Entwicklung einer Mannschaft, sagte Oczipka: "Wir mussten mit der Einstellung auf dem Punkt sein. Du kannst nicht immer top spielen, es kommt immer mal eine Gurke heraus." Oder, in den Worten des Trainers, ein Spiel, das gezeigt habe, "dass wir noch einige Hausaufgaben vor uns haben".

Davon soll auch nicht die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Königsblauen erst einmal Vierter sind und sich nach langer Durststrecke wieder im Dunstkreis der Top-Teams um den FC Bayern und Borussia Dortmund befinden. "Wir bleiben weiterhin cool. Es sind noch zwei Drittel der Saison zu spielen, da kann noch einiges passieren", sagte Kapitän Ralf Fährmann.

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