Schalke 04

Schöpf lässt "Seuche" hinter sich: Neustart mit neuer Nummer

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Alessandro Schöpf wechselte im Januar 2016 von Nürnberg zu Schalke 04.

Alessandro Schöpf hat nach seiner Kreuzband-Verletzung sein Comeback gegeben. Jetzt will der Österreicher wieder bei Schalke 04 durchstarten - mit einer neuen Rückennummer als Art Neuanfang.

Gelsenkirchen - Eigentlich ist es keine große Sache. Schließlich ist Alessandro Schöpf nicht der einzige im Kader von Schalke 04, der sich in dieser Saison für eine neue Rückennummer entschieden hat: Statt mit der 21 läuft der Österreicher künftig mit der 28 auf.

„Ich wollte sie schon, als ich hier her kam“, berichtet der 23-Jährige. „Damals hatte sie aber Felipe Santana.“ Der ist bekanntlich nicht erst seit diesem Sommer kein Königsblauer mehr. Weshalb dieser Zahlen-Wechsel auch einen anderen Hintergrund hat: „Ich wollte diese Seuchennummer hinter mir lassen. Das ist ein guter Anlass.“

Besagte Seuche für Schöpf hatte ihren Ursprung am 28. April dieses Jahres. Das weiß er noch ganz genau. Schalke gewann 4:1 in Leverkusen, Schöpf erwischte einen Sahnetag, verletzte sich in einem Zweikampf, spielte aber zu Ende. So war er auch einen Tag später „mit gar keine Befürchtung“ aufs Vereinsgelände gekommen. Der Schock folgte beim anschließenden Besuch beim Mannschaftsarzt.

Schock erst einmal sacken lassen

„Der Doc hat sich das Knie angeschaut und gesagt: ‚Das vordere Kreuzband sieht nicht so gut aus,“, berichtet der Österreicher. „Da habe ich erst einmal schlucken und noch einmal fragen müssen. Es war ein Riesenschock für mich, so etwas muss man erst einmal sacken lassen.“

Und das dauerte nach der Diagnose: Teil-Ruptur des vorderen rechten Kreuzbandes. Schöpf gibt zu, einige Zeit gebraucht zu haben, um das alles zu realisieren. Schließlich war es seine erste größere Verletzung. „Gerade vor dem Einschlafen denkt man sich oft: ‚Warum bin ich da so aggressiv in den Zweikampf, warum bin ich da so viel Risiko gegangen?‘“, sagt er rückblickend: „Es stand zu diesem Zeitpunkt ja schon 3:0, danach ist das passiert. Es war eine blöde Situation: Aber solche Dinge passieren im Fußball.“ Zwei bis drei Wochen hätten ihn derartige Gedanken noch begleitet. „Aber irgendwann sagt man sich dann: ‚Jetzt will ich wieder angreifen.‘“

Tat er. Schöpf, der sich konservativ behandeln ließ, arbeitete hart an seinem Comeback. „Ich habe sehr, sehr viel Zeit in die Behandlungen und Therapien investiert“, erzählt er. Er wollte sein Bestmögliches für seine Rückkehr geben. Mit Erfolg. So dauerte er „nur“ vier Monate, bis er wieder auf dem Platz stand: Beim Testspiel von Schalke 04 bei Oberligist FC Gütersloh (9:0) kam er in der zweiten Halbzeit zum Einsatz - fast, als wäre nichts gewesen. Schöpf lief wieder rund.

Schöpf ist bereit für die Bundesliga

„Die harte Arbeit“, sagt er, „hat sich gelohnt. Ich bin sehr froh, dass ich spielen konnte.“ Auch, anfangs naturgemäß die Vorsicht noch sein Begleiter war: „Aber das kommt von Training zu Training, von Spiel zu Spiel, dass du die Zweikämpfe wieder anders führst. Daher war es eine gute Einheit für mich. Jetzt geht es Schritt für Schritt weiter, und ich hoffen, dass ich der Mannschaft schon bald wieder in der Bundesliga helfen kann.“

Wann dies der Fall sein wird? Das liegt jetzt nicht mehr ausschließlich an Schöpf. Ob schon das nächste Heimspiel der Königsblauen am Sonntag gegen den VfB Stuttgart (18 Uhr) eine Option für ihn wäre, müsse Coach Domenico Tedesco entscheiden: „Ich kann mich nur im Training zeigen und Gas geben.“

Wenn Tedesco den Österreicher fragen würde, würde sein Daumen jedenfalls nach oben gehen. „Auf jeden Fall“, sagt Schöpf: „Auch vom Kopf her wäre ich bereit.“ Dafür, um „diese Seuchennummer“ noch weiter hinter sich zu lassen.

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