Normales Training?

So reagieren Fans, Spieler und Schalke-Trainer Domenico Tedesco auf die Rückkehr von Benedikt Höwedes

FC Schalke 04 Benedikt Höwedes
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Mittendrin statt nur dabei: Benedikt Höwedes (Mitte) beim Schalker Mannschaftstraining.

Benedikt Höwedes ist auf Schalke zurück - zumindest vorerst. Die Reaktionen beim Training fallen dabei unterschiedlich aus.

Gelsenkirchen – Benedikt Höwedes war weder schroff noch abweisend, doch etwas zur Sache mitteilen wollte der 30-Jährige dann doch nicht. „Ich habe nichts zu sagen“, sagte der ehemalige Mannschaftskapitän des FC Schalke 04 in gewohnt höflicher und freundlicher Form, als er nach seinen Zukunftsplänen befragt wurde. Festzustehen scheint nur eines: Die nächsten Tage wird der 44-fache Nationalspieler mit dem Schalker Profikader mittrainieren.

Nachdem er am Vortag individuelle Leistungstests absolviert hatte, nahm Höwedes am Donnerstagvormittag erstmals seit gut einem Jahr wieder an einem Mannschaftstraining mit dem Schalker Profi-Kader teil. Eine blauweiße Zukunft gilt allerdings trotz seines bis Sommer 2020 laufenden Vertrages weiterhin als ausgeschlossen. 

Chancengleichheit

Domenico Tedesco würde Höwedes zwar dieselben Chancen „wie jedem anderen Spieler“ in seinem Kader einräumen. Allerdings ergänzt der Schalker Cheftrainer: „Aber der Spieler selbst hat sich ja klar positioniert.“ Soll heißen: Höwedes selbst zieht es fort vom jenem Klub, zu dem er im Jahre 2001 als Jugendspieler stieß.

Für seine Mannschaftskollegen ist es offenbar keine besondere Situation, dass Höwedes nun beim Training wieder dabei ist. „Es ist ganz normal mit ihm“, meint beispielsweise Guido Burgstaller. „Es ist wie bei jedem anderen Spieler, der zurückkommt“, so der österreichische Goalgetter. Außerdem: „Benni ist schon lange auf Schalke, er kennt sich besonders gut hier aus, weshalb er auch sofort wieder integriert war“, ergänzt Burgstaller und schiebt noch nach: „Es macht Spaß, mit ihm auf dem Platz zu stehen, er hat einen Super-Charakter.“

Fans sind erfreut

Auch viele der Schalker Fans sehen Höwedes‘ Rückkehr nicht unbedingt kritisch: „Ich freue mich, dass er wieder da ist. Höwedes gehört für mich auf Schalke. Aber in der Defensive hat der Verein eine sehr hohe Qualität. Ich würde mich freuen, wenn er sich ranhält und sich wieder in den Kader kämpft“, meinte beispielsweise Trainings-Zuschauer Robin Borgers. Und Schalke-Fan Jarrit Karaus ergänzte: „Ich komme aus Detmold und bin extra zum Training angereist. Ich war überrascht, Benni mit den anderen trainieren zu sehen. Er ist ein Schalker. Außer Ralle (Anm. der Redaktion: Ralf Fährmann) ist ja kaum noch einer hier, der blaues Blut hat. Für mich macht es Sinn, Benni zu halten auf Schalke. Die Champions League steht an und jemand mit seiner Erfahrung wäre dann sehr wichtig.“

Doch dazu dürfte das Tischtuch zwischen Höwedes und Tedesco zu sehr zerschnitten zu sein. Der Weltmeister von 2014 war zu Beginn der zurückliegenden Saison vom damals neuen Cheftrainer zunächst als Schalker Mannschaftskapitän abgesetzt worden. Zudem drohte das Schalker Urgestein auch seinen Stammplatz in der Mannschaft zu verlieren. 

Zukunft bei Stuttgart?

Der aus Haltern stammende Abwehr-Routinier verließ daraufhin den Klub und wechselte für ein Jahr als Leihgabe zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin, wo er aufgrund einer Verletzungsserie nur auf drei Einsätze kam. Nun sucht er einen neuen Arbeitgeber, was sich offenbar als nicht so einfach herausstellt. Die heißeste Spur führt derzeit zum VfB Stuttgart. Dort gilt Höwedes als möglicher Nachfolger des französischen Innenverteidigers und neuen Weltmeisters Benjamin Pavard, der auf der Wunschliste des FC Bayern München stehen soll.

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