Der 28-Jährige erhält die Rückennummer 13

Perfekt! Sebastian Rudy unterschreibt auf Schalke Vierjahresvertrag

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Schalke-Manager Christian Heidel mit Sebastian Rudy.

Der Wechsel von Nationalspieler Sebastian Rudy vom FC Bayern München zum FC Schalke 04 ist perfekt. Die Königsblauen und der Rekordmeister bestätigten am Montagabend offiziell den Transfer, demnach erhält der 28-Jährige einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2022 und wird die Rückennummer 13 tragen. Die Ablösesumme soll bei 16 Millionen Euro liegen.

Gelsenkirchen - Der königsblaue Coup um den begehrten Sebastian Rudy ist perfekt. Der Fußball-Nationalspieler kehrt Bayern München nach nur einem Jahr den Rücken und wird von sofort an für den Ligakonkurrenten Schalke 04 auflaufen. Dort bekommt der ehemalige Hoffenheimer und Stuttgarter nach offiziell bestätigten Angaben einen Vierjahresvertrag.

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte den Transfer quasi schon am Montagnachmittag verkündet und bereits vor dem Medizincheck und dem erwarteten Grünen Licht der Schalke-Ärzte von sich gegeben, der Deal sei vollzogen.

Die finale Bestätigung von Seiten des FC Schalke 04 ließ dann bis 20 Uhr auf sich warten - parallel verkündete auch der FC Bayern München den Abgang Rudys via Twitter und auf seiner Internetseite.

"Wir freuen uns, dass wir Sebastian für unseren Weg hier auf Schalke gewinnen konnten. Wir bekommen einen sehr spielintelligenten und technisch versierten Spieler in den Kader, der sein Können bereits international unter Beweis stellen konnte“, wird S04-Trainer Domenico Tedesco zitiert. "Wir sind sicher: Mit seinen Qualitäten und Erfahrungen wird er unseren zum Teil sehr jungen Kader bereichern und kann uns direkt weiterhelfen."

Und Sebastian Rudy selbst? "Ich bin überzeugt von dem Weg, den der Club einschlagen will und möchte gern Teil davon sein. Zudem freue ich mich sehr auf die Fans und die Atmosphäre auf Schalke", heißt es in einer Schalker Mitteilung.

In einem Video von SchalkeTV strahlt der Neuzugang in die Kamera: "Glückauf!" Was ihn sehr fasziniert habe, seien die Bemühungen des Vereins gewesen.

"Ich darf mich bei Sebastian für seine Leistungen bedanken", wird Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zitiert. "Er hat in der vergangenen Saison einen wichtigen Teil zum Gewinn der sechsten Meisterschaft in Folge beigetragen. Wir wünschen Sebastian für seine Zukunft alles Gute.“ Und Sportdirektor Hasan Salihamidzic ergänzt: "Sebastian ist ein super Profi und hat sich immer vorbildlich verhalten. Egal ob er von Anfang an auf dem Platz stand oder von der Bank kam – auf ihn war immer Verlass."

Dem Vernehmen nach hatte sich auch RB Leipzig lange um eine Verpflichtung Rudys bemüht, zuletzt aber davon Abstand genommen.

Das Schalker Interesse an Rudy war nicht neu. Bereits im Mai hatte sich Sportvorstand Christian Heidel bei Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem Nationalspieler erkundigt. Damals waren die Schalker noch auf der Suche nach Nachfolgern für Leon Goretzka und Max Meyer und wohl an einem Leihgeschäft interessiert. Der Transfer von Thilo Kehrer zu Paris Saint-Germain für 37 Millionen Euro bescherte dem Club jedoch neuen finanziellen Handlungsspielraum.

Allerdings gibt es bei Schalke auf der Position im defensiven Mittelfeld durch die Neuzugänge Suat Serdar und Omar Mascarell eigentlich genug Personal. Das konnte Trainer Domenico Tedesco letztlich jedoch nicht von einer Verpflichtung des für sein sicheres Passspiel und seine strategischen Fähigkeiten geschätzten Nationalspielers abhalten.

"Wenn Schalke 04 der Meinung ist, sich auf einer entsprechenden Position verstärken zu können - unabhängig davon, ob sie besetzt oder weniger besetzt ist - dann müssen wir es machen, wenn es machbar ist", hatte Tedesco bereits vor Tagen erklärt.

Der 28-jährige Rudy, der bei der WM im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden in der Startelf stand und wegen einer Verletzung früh ausgewechselt werden musste, war 2017 ablösefrei von 1899 Hoffenheim nach München gegangen. 2017/18 absolvierte er 35 Pflichtspiele. In dieser Saison kam er im Supercup, DFB-Pokal und beim 3:1 im ersten Ligaspiel gegen Hoffenheim nicht mehr zum Einsatz. - dpa

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