Abwehr-Talent

Ziel Champions League: Kabak hat auf Schalke viel vor

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Ozan Kabak (links) war Wunschspieler des neuen Schalker Trainers David Wagner.

Viele Top-Klubs wollten ihn, Schalke bekam ihn. Ozan Kabak erklärt seine Entscheidung für Königsblau – und setzt sich und dem Verein hohe Ziele.

Gelsenkirchen – Schon bei seinem ersten offiziellen Arbeitstag auf Schalke war Ozan Kabak der Star. Vier Anhänger seines Ex-Klubs Galatasaray Istanbul feierten den 19-Jährigen während des gesamten Trainingsauftakts und sorgten für eine kleine Party, während die restlichen königsblauen Fans stumm blieben. „Ich wusste“, sagte er, „dass hier viele Türken leben, die positiv verrückt sind. Ahmed Kutucu hat mich schon vorgewarnt, was hier so los ist.“

Am Ende könnte und soll Kabak (auch) sinnbildlich dafür stehen, dass im gesamten Schalker Umfeld wieder eine bessere Stimmung herrscht. Die Königsblauen hatten sich intensiv um den jungen Türken bemüht, weil sie in ihm großes Potenzial sehen. Eine Investition in die Zukunft.

Ob diese Zukunft dann tatsächlich erfolgreich sein wird, werden die kommenden Monate zeigen. Cheftrainer David Wagner bescheinigte Kabak jedenfalls, genauso das Potenzial zum Stammspieler zu haben wie Salif Sané oder Matija Nastasic. „Er ist sicher eines der größten Abwehrtalente Europas in seinem Alter“, meinte der Coach: „Zudem ist er ein sehr, sehr intelligenter junger Mann.“

Bei Kabak sitzt "kein anderer Verein im Boot"

Was wiederum für die Qualitäten von Kabak spricht. „Es war nicht einfach, sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen“, erklärte Sportvorstand Jochen Schneider, der Kabak für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtete und sich gegen Klubs wie Ham United, AC Mailand oder dem FC Bayern durchsetzte.

Dabei versicherte der 48-Jährige, dass der Transfer „mit keinem anderen Verein zu tun“ habe, kein anderer Klub sitze mit im Boot und habe sich etwa eine Art Vorkaufsrecht gesichert: „Was irgendwann in der Zukunft passiert, werden wir sehen.“

Kabak selbst denke noch gar nicht so weit, wie er versicherte. Er habe sich bewusst für Königsblau entschieden: „Ich wollte spielen. Ich bin jung und brauche Spielpraxis.“ Die er auf Schalke wohl realistischer bekommt als etwa beim deutschen Rekordmeister aus München. „Wir haben auch mit großen Vereinen gesprochen, aber die Entscheidung für Schalke war eine ganz bewusste“, ergänzte er.

Von Natur aus flott unterwegs

Aber der Innenverteidiger will nicht nur einfach bei den Königsblauen auflaufen. Er will etwas erreichen. „Natürlich“, erklärte er, „ist Schalke eine der großen Mannschaften, die um die Champions-League-Plätze mitspielen kann. Ich habe ein sehr gutes Gefühl und bin überzeugt davon, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden. Daher kann ich mir auch vorstellen, fünf Jahre hier zu bleiben.“ So lange ist sein Vertrag datiert.

Geht es nach den Königsblauen, soll er mindestens so lange seine Fähigkeiten dort einbringen: Tackling, Passgenauigkeit, Kopfbälle – und Tempo in Sprint-Duellen. Wir haben bei Galatasaray sehr viele spezielle Übungen absolviert“, erklärte er. „Diese waren natürlich von Vorteil, aber ich denke, dass diese Fähigkeit schon von Natur aus in mir ruht. Es ist aber nicht nur die Schnelligkeit, die mir hilft. Mit gutem taktischen Verhalten schafft ein Verteidiger es auch immer wieder, seine Gegenspieler zu Fehlern zu zwingen.“

Setzt er all das um, dürften ihn schon bald mehr Fans bejubeln als die vier Galatasaray-Anhänger an seinem ersten Arbeitstag.

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