Vorbilder Pizarro und Ze Roberto

Naldo: "Das nervt ein bisschen"

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Naldo (links) erhielt zuletzt von Trainer Domenico Tedesco eine Pause und kehrte dann mit guten Leistungen in die Viererkette zurück.

Entgegen aller Kritiker hat Naldo zuletzt bewiesen, dass er immer noch gut genug für die Viererkette ist. Eine andere Diskussion nervt ihn mehr.

Gelsenkirchen – Die kritischsten aller Stimmen haben schon seinen leisen Abschied prognostiziert. Zweimal hatte Naldo nicht in der Startelf von Schalke 04 gestanden. In der Tat ein ungewohntes Bild, hatte der Brasilianer doch in der abgelaufenen Saison keine Sekunde verpasst. Da hatte Königsblau allerdings auch nicht die „Dreifach-Belohnung“, wie es Trainer Domenico Tedesco nennt.

Bestätigt wurden die Kritiker nicht. Der Brasilianer kehrte nach einer kurzen Pause in die Anfangsformation zurück. Sogar in eine Viererkette, die er mit seinen 36 Jahren ja gar nicht mehr vernünftig spielen könne – so zumindest der Tenor einiger Außenstehender.

Naldo bewies das Gegenteil, gehörte bei den Siegen in der Königsklasse in Moskau (1:0) wie auch in der Bundesliga in Düsseldorf (2:0) zu den Besten im Schalker Trikot. Beide Male kassierte Königsblau kein Gegentor. „Ich habe das sieben Jahre in Bremen bewiesen. Das ist kein Problem für mich, das habe ich mehrfach bewiesen“, erklärt Naldo, der keinen großen Unterschied zur Dreierkette sieht: "Die Verantwortung ist gleich. Ich muss immer aufpassen. Ich kann in jedem System spielen."

"Ich bin immer bereit"

Dass der Bank-Platz für ihn ungewohnt war, gibt er zu: „Ich bin immer bereit, das habe ich dem Trainer und dem Manager gesagt. Aber ich akzeptiere die Entscheidung.“ Er wird sich wohl darauf einstellen müssen, in den englischen Wochen weitere Pausen zu erhalten.

So wie sie jeder im Kader der Königsblauen bekommen wird. Ganz gleich, wie alt der jeweiliger Spieler ist. Denn Naldo geht es gegen den Strich, nur darauf reduziert zu werden. „Ich höre immer nur, dass ich schon 36 bin. Das nervt ein bisschen“, erklärt der Routinier: „Jeder spricht immer nur über das Alter. Keiner darüber, dass die jungen Spieler noch mehr verletzt sind. Ich verstehe nicht, warum. Auch wenn Verletzungen dazu gehören.“

Naldos Vorbilder

Seine Kritik geht noch weiter: „Wenn wir eine gute Leistung zeigen, hat niemand etwas dagegen. Wenn ein 20-Jähriger das nicht schafft, heißt es: ‚Er braucht Zeit.‘ Bei uns ist das umgekehrt. Wir müssen doch alle für unsere Arbeit belohnt werden.“

Dabei betont Naldo einmal mehr, dass er noch längst nicht an das Ende seiner Karriere denkt. Zu seinen Vorbildern dahingehend gehören etwa Ze Roberto (hörte mit 43 auf) und Claudio Pizarro. Letztgenannter ist mit 40 Jahren immer noch aktiv – und zwar beim kommenden Gegner der Schalker am 20. Oktober, Werder Bremen. Ob Naldo das auch schafft? „Warum nicht“, fragt er. „Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann. Ich passe auf meinen Körper auf.“ So, wie er das auch in jüngerem Alter gemacht hat.

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