Sané und Stambouli verletzt

Jetzt kommt auf Schalke die Zeit von Kabak

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Ozan Kabak ist aktuell Schalkes einziger verletzungsfreier Innenverteidiger.

Nach der Verletzung von Salif Sané ist Ozan Kabak aktuell Schalkes einziger verletzungsfreier Innenverteidiger. Der Youngster muss nun liefern.

Gelsenkirchen – Es war Salif Sané selbst, der zumindest bei einigen Anhängern kurzzeitig für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte. „Es ist halb so schlimm“, schrieb Schalkes Innenverteidiger noch am Abend via Instagram, nachdem er sich früh in der Partie beim FC Augsburg (3:2) am Knie verletzt hatte.

Doch schnell wurde klar, dass die Aussage so nicht zum tatsächlichen Stand der Dinge passte und sich der Senegalese wohl nur unglücklich ausgedrückt hatte. Denn Sané wurde noch am Montag in Augsburg vom Knie-Spezialisten Dr. Ulrich Boenisch operiert.

Die Diagnose: Korbhenkelriss des Außenmeniskus am linken Knie. Die Königsblauen rechnen beim 29-Jährigen mit einer Ausfallzeit von drei bis vier Monaten. Trainer David Wagner hatte schon am Sonntag befürchtet, dass sein zuletzt so stark und sicher aufspielender Verteidiger „längerfristig ausfallen“ werde.

Vom Reservisten zur Stammkraft

Weil sein zuletzt kongenialer Nebenmann Benjamin Stambouli wegen eines Bruchs des rechten Fußwurzelknochens ebenfalls fehlt, hat Schalke plötzlich nur noch zwei Innenverteidiger – sofern sich die Achillessehnenreizung von Matija Nastasic nicht als schwerwiegend herausstellt. Der 26 Jahre alte Serbe arbeitete am Montag individuell in der Halle, stand noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz.

Die Hoffnungen in der Defensive ruhen daher nun insbesondere auf Ozan Kabak. Das umworbene Abwehrtalent, im Sommer für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart gekommen, entschied sich auch aus dem Grund für Königsblau, weil er dort die Aussicht auf Spielpraxis hatte. Anfangs erhielt der junge Türke – auch bedingt durch eine Verletzung – nur sporadische Kurz-Einsätze. Plötzlich führt aufgrund der aktuellen Verletztensituation kein Weg mehr an ihm vorbei.

Harit schießt Schalke zum schmeichelhaften Sieg in Augsburg

Nachdem er unter der Woche beim Pokal-Duell in Bielefeld seine Startelf-Premiere für Schalke gegeben hatte, folgten in Augsburg weitere 90 Minuten. Und auch in den kommenden Wochen wird er fleißig Einsatzzeit sammeln –und kann sein Können unter Beweis stellen und sich als dauerhafte Lösung für Wagner empfehlen.

Kabak hat noch Luft nach oben

Seine ersten Auftritte waren dabei nicht fehlerfrei, das hatte aber auch niemand auf Anhieb erwartet. „Jetzt kommt meine Zeit“, meinte Kabak. Wagner lobte nach der Partie in Bielefeld die Eins-gegen-Eins-Zweikämpfe sowie Tempo und Präsenz des türkischen Nationalspielers, merkte allerdings ebenso an: „Er kann es besser, es wäre aber verwunderlich, wenn er schon in diesem Spiel zur absoluten Höchstform aufgelaufen wäre.“ Immerhin hatte er zuvor fünf Monate lang keine Pflichtpartie von Beginn an absolviert.

In Augsburg, wo sich das gesamte Team schwer tat, gelang ihm das auch noch nicht – auch wenn er dort sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hatte. Im Defensivverhalten sowie im Spielaufbau hatte der 19-Jährige nach wie vor Luft nach oben. Diese muss Kabak nun schnellstmöglich verringern: Von nun an gilt es für Wagners Wunschspieler, seine Qualitäten nicht nur anzudeuten, sondern im Idealfall für Königsblau möglichst konstant auf den Rasen zu bringen. Erst dann ist Kabaks Zeit, um in seinen Worten zu bleiben, tatsächlich da.

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