Nach Pokal-Aus: Flaues Gefühl in der Magengrube

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Horst Heldt.

GELSENKIRCHEN - Die Wucht der 1:2-Pokalpleite bei Dynamo Dresden war bei Horst Heldt auch drei Tage danach noch nicht abgeklungen: „Das ist ein Gefühl, als wenn der Klitschko einem in die Magengrube gehauen hätte“, sagt Schalkes 1,69 Meter großer Manager.

Von Jens Greinke

Ein recht plastisches Bild, das auch die Stimmung in Gelsenkirchen in dieser Woche ganz gut beschreibt. Wie Heldt seien auch die Schalker Profis „niedergeschlagen“ gewesen, berichtet Trainer Jens Keller. Aber: „Die Jungs waren auch selbstkritisch und bei der Spielanalyse sehr aufmerksam.“ Weshalb Keller fest davon ausgeht, dass die Mannschaft am Samstag beim Saisonauftakt bei Hannover 96 (15.30 Uhr) „ein anderes Gesicht zeigt“.

Das sollte sie auch. Denn das Dresdener Desaster hat für immense Unruhe im chronisch nervösen Umfeld der Schalker gesorgt. Während die Schalker Verantwortlichen eine möglichst große Gelassenheit an den Tag legen (Heldt: „Wir werden hier jetzt nicht alles in Frage stellen“), malen einige Medien und auch viele Fans bereits gehörig schwarz. Und auch Trainer Jens Keller gerät bereits wieder unter Druck., obwohl ihm keine großen Verfehlungen vorzuwerfen sind. Die Schalker Vorbereitungsphase hatte unter dem enormen Verletzungspech gelitten, die Zahl der Krankmeldungen hatte lange Zeit im zweistelligen Bereich gelegen. Und auch bei der Pleite in Dresden waren dem Trainer aus taktischer Hinsicht keine Vorwürfe zu machen. Auslöser der Niederlage war in erster Linie die schlechte Leistung von gleich mehreren Profis gewesen. „Aber ich werde den Teufel tun und die Verantwortung auf die Mannschaft abladen. Ich nehme mich da nicht raus“, sagt Keller.

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