Schalke 04

Nübel zeigt Nerven und Reue

Schalkes Alexander Nübel zeigte am Tag nach seinem Brutalo-Foul gegen Frankfurts Mijat Gacinovic Reue.
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Schalkes Alexander Nübel zeigte am Tag nach seinem Brutalo-Foul gegen Frankfurts Mijat Gacinovic Reue.

Schalkes Keeper Alexander Nübel muss sich nach dem Kung-Fu-Tritt gegen Frankfurts Mijat Gacinovic mit Kritik auseinandersetzen. Am Tag danach versuchte der Kapitän, etwas zu besänftigen.

Gelsenkirchen – Dass sich Alexander Nübel mit diese Szene keinen Gefallen getan hatte, wusste er selbst. Es hagelte Kritik an den Schalker Kapitän nach seinem brutalen Foul in Kung-Fu-Manier gegen Frankfurts Mijat Gacinovic. Zu Recht. Um der Sache zumindest etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen, stellte sich der Torwart am Tag nach dem 1:0-Sieg gegen die Eintracht doch noch öffentlich.

Nübel zeigte Reue. „Es tut mir sehr, sehr leid für den Spieler“, sagte der 23-Jährige in einer außerplanmäßigen Medienrunde. Er habe Gacinovic noch am Abend angerufen „und gefragt, ob alles gut ist. Er hat mir gesagt, die Rippen seien stark geprellt, es würde sehr, sehr weh tun. Er hat die Entschuldigung angenommen. Das fand ich sehr, sehr stark.“

Gacinovic selbst unterstrich die Aussage des Schalker Torhüters, indem er sich via Instagram zu Wort gemeldet hatte. Von Groll gegen Nübel keine Spur, im Gegenteil. „Leider passieren solche Zusammenstöße manchmal im Kampf um den Ball“, schrieb der 24-Jährige und bedankte sich bei Nübel, „dass du dich sofort entschuldigt hast. Das kann im Fußball vorkommen.“

Nübel räumt Fehler ein

Dennoch stellt sich die Frage: Was ist bloß los mit Nübel? Nach seinem zweiten Platzverweis in der Bundesliga erweckt er den Eindruck, aktuell nicht ganz bei der Sache zu sein.

Schon vor einer Woche beim 1:2 in Leverkusen leistete sich der Keeper einen folgenschweren Patzer, als er die Ecke vor dem ersten Gegentor unterlaufen hatte. Nun der Aussetzer gegen Frankfurts Gacinovic.

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„In Leverkusen war es ein Fehler, und jetzt war es auch ein Torwart-Fehler, mit dem ich die Mannschaft geschwächt habe“, räumte Nübel selbstkritisch ein und meinte mit Blick auf die Szene gegen die Eintracht: „Vielleicht muss ich da gar nicht hingehen, es waren genug Spieler von uns da. Ich muss das Risiko besser einschätzen können.“

Chance für Schubert

Ob die vergangenen Wochen Auswirkungen auf seine Zukunft haben? Ungewiss. Beim FC Bayern ist derzeit ohnehin kein Vorbeikommen an Manuel Neuer, und RB Leipzig hatte Nübel selbst abgesagt. Seinen im Sommer auslaufenden Vertrag auf Schalke hat er noch nicht verlängert.

Der Klub räumt Nübel für seine Entscheidung offiziell Zeit ein. Die Frage ist, wie lange die Anhänger der Königsblauen diese Hängepartie dulden. Einen Zusammenhang zwischen seiner offenen Zukunft und den jüngsten Aussetzern wollte Nübel indes nicht sehen. „Das hat damit gar nichts zu tun“, meinte er. Was sollte er auch anderes sagen?

Während er weiter überlegt, hat Markus Schubert die Chance, sich zu beweisen - gegen Wolfsburg wird er definitiv in der Startaufstellung stehen. Immerhin hat Schalke den U21-Nationaltorwart im Sommer auch mit Blick eines möglichen Abgangs von Nübel verpflichtet.

Nach seinem Bundesliga-Debüt gab es Lob vom Trainer. „Schubi hat das super gemacht, hat Ruhe ausgestrahlt, war präsent“, sagte David Wagner: „Das war eine ganz reife Leistung in einem schweren Moment.“ Schubert hätte sicher nichts dagegen, wenn schon bald weiteres Lob folgen würde.

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