Vor Spiel in Lwiw

Schalke-Manager Heldt angesäuert durch Medien-Kritik

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Horst Heldt war auf der Anfahrt in Richtung Lwiw leicht angesäuert.

Lwiw - Wenn sich Horst Heldt für seine Verhältnisse mal so richtig in Rage redet, findet er beizeiten recht hübsche Metaphern, die seinen Zorn wieder ein bisschen abmildern. So geschehen auf dem Weg zum Europa-League-Spiel nach Lwiw.

Als Schalkes Manager während der Reise nach Lwiw noch einmal auf den Wechsel von Joel Matip zum FC Liverpool angesprochen wurde, brach sich seine Entrüstung über die Berichterstattung in diversen Medien Bahn. 

Dort war ihm vorgeworfen worden, die Vertragsgespräche mit Matip nicht rechtzeitig aufgenommen zu haben, weshalb der Verein auf eine millionenschwere Ablösesumme hätte verzichten müssen. 

„Ich bin diese Schwachmaten, die ein virtuelles Manager-Spiel mit der Realität vergleichen, restlos leid. Glauben die denn, ich sitze bis abends in meinem Büro und zähle die Sterne?“ 

So verwahrte sich der 46-Jährige mit Vehemenz gegen den Vorwurf, er habe seinen Manager-Job in Sachen Matip nicht gut ausgeführt. „Es gab bereits im Sommer Angebote für Joel, unter anderem von Newcastle United. Doch sein Berater und er haben das damals ausgeschlossen“, sagt Heldt. 

Dass Matip nun seinen Vertrag auf Schalke erfüllt und im kommenden Sommer ablösefrei zum FC Liverpool wechselt, hält Heldt für „völlig legitim“. 

„Na klar hätte ich gerne Geld eingenommen, aber nun gilt es, die Entscheidung zu akzeptieren“, so der Schalker Manager, der dem 26-jährigen Deutsch-Kameruner zuletzt einen neuen Kontrakt mit deutliche verbesserten Bezügen sowie einer Ausstiegssklausel angeboten hatte. Aber auch das wurde letztlich abgelehnt. 

Weitaus gelassener reagierte Heldt übrigens auf etwaige Enthüllungen des Ex-Schalkers Kevin-Prince Boateng, dessen „Biografie“ heute erscheint. 

„Sollte darin schmutzige Wäsche gewaschen werden, dann wird es eine Strafe für Kevin geben, die er mit dem Verkauf des Buches nicht wird decken können“ sagte Heldt. 

Im Zuge der Vertragsauflösung im vergangenen Dezember soll eine entsprechende Klausel eingefügt worden sein, die es Boateng nun verbietet, sich negativ über den Klub oder Personen aus dem Schalker Umfeld zu äußern.

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