Zu gast bei Bald-Klub Schalke

Uth in der Zwickmühle

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Mark Uth spielt am Samstag mit der TSG 1899 Hoffenheim bei seinem künftigen Arbeitgeber Schalke 04 vor.

Mark Uth spielt mit 1899 Hoffenheim bei seinem künftigen Klub Schalke 04 vor. Während S04-Coach Domenico Tedesco auf einen schlechten Tag des Stürmers hofft, ist 1899-Trainer Julian Nagelsmann zuversichtlich.

Gelsenkirchen - Leon Goretzka hatte diese Situation bereits vor einer Woche erlebt. Der 23-Jährige musste beweisen, dass er bis zum Ende seines Vertrages gedanklich voll und ganz bei Schalke 04 ist und sich noch nicht mit seinem künftigen Klub beschäftigt. Was ihm beim 1:2 in München gut gelungen ist.

Nun kommt mit Mark Uth jemand in die Gelsenkirchener Arena, der den anderen Weg einschlägt und ab Sommer zu den Königsblauen wechselt, bei denen er einen Vertrag bis 2022 erhält. Mit der TSG 1899 Hoffenheim ist er am Samstag (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) noch einmal als Gast da. Dass eine gewisse Brisanz dabei ist, liegt auf der Hand.

Bester Hoffenheimer Schütze

Der 26-Jährige ist aktuell mit zehn Treffern der beste Schütze der Kraichgauer. Will und soll dafür sorgen, dass die TSG auf Europa-Kurs bleibt. Im schlimmsten Fall zum Nachteil der Knappen. Denn bei einem Sieg wäre 1899 bereits punktgleich mit Königsblau mit dann jeweils 34 Zählern. Uth könnte dabei eine wichtige Rolle spielen mit seinen Toren.

„Ich gebe alles für die TSG“, sagt der Stürmer: „Und wenn ich Schalke einen reindrücken muss, ist das eben so.“ Es würde die Königsblauen zum jetzigen Standpunkt sehr schmerzen mit Blick auf den Kampf um die Plätze.

"Er will zeigen, dass er keine Pflunze ist"

Eine Zwickmühle, denn: „Er will seinem neuen Arbeitgeber auch zeigen, dass der keine Pflunze verpflichtet hat“, kommentiert TSG-Coach Julian Nagelsmann: „Es macht für ihn überhaupt keinen Sinn, keine gute Leistung zu zeigen. Mark spielt ja auch vor seinen zukünftigen Fans. Und wenn er aus drei Metern keinen Bus trifft, werden die sich auch denken: Oh Gott, wen haben wir denn da geholt?“

Genau diesen Eindruck will Uth bei den königsblauen Anhängern nicht hinterlassen. Davon gehen sie auch auf Schalke aus. „Mark ist voll fokussiert auf Hoffenheim“, sagt Domenico Tedesco.

Tedesco hofft auf schlechten Tag von Uth

Der Chefcoach von Schalke 04 verweist dabei auf die viele wichtigen Treffer, die der 26-Jährige für die TSG erzielt hat: „Mark ist nach wie vor Spieler der TSG Hoffenheim. Er soll sich auf seinen Job dort konzentrieren.“ Schmunzelnd ergänzt er: „Es wäre schön, wenn er gegen uns einen schlechten Tag erwischt.“

Den Gefallen wird er seinem künftigen Chef jedoch sicherlich nicht machen. Nagelsmann meint: „Ich kann nicht in seinen Kopf schauen, aber der Wechsel zur kommenden Saison wird bei ihm gedanklich, wenn er den Rasen dort betritt, sicherlich eine Rolle spielen. Das ist normal und menschlich.“

Gleichzeitig, so gut kennt der TSG-Trainer seinen Spieler, weiß er, „dass er für uns Vollgas geben wird. Er will ja auch den Menschen auf Schalke zeigen, was er kann.“

Zuletzt angeschlagen

Dabei ist ohnehin noch fraglich, ob es bei Uth für die Anfangsformation reichen wird. Der 26-Jährige hatte zuletzt mit Wadenproblemen zu kämpfen, kam in der vergangenen Woche gegen Mainz (4:2) nur zu einem Kurz-Einsatz.

„Mark ist aktuell körperlich noch nicht bei 100 Prozent“, sagt Nagelsmann. „Aber das ist nach einer Verletzung normal. Wir werden sehen, ob er schon wieder ein Kandidat für die Startelf ist. Grundsätzlich gilt natürlich, dass ein Spieler mit seiner Qualität und seiner Torquote in den Überlegungen eines Trainers immer eine Rolle spielt.“

Schließlich will er seinem Bald-Klub auch beweisen, dass er tatsächlich keine Pflunze ist. Sondern ein - Achtung, Wortwitz - Voll-Uth-Stürmer.

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