Macher, Mensch, Legende: 22.000 sehen Assauer-Film

Uraufführung des Assauer-Films
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Olaf Thon, umrahmt von den Knappen des Ruhrkohle-Chors während der Uraufführung des Aassauer-Films.

Gelsenkirchen – Aus dem Weltrekord wurde letztlich nichts, doch die Premiere des Doku-Dramas „Macher, Mensch, Legende“ über Schalkes Kult-Manager Rudi Assauer geriet zu einem sehr emotionalen Abend. Gut 22.000 Menschen waren zur Filmvorführung in die Schalker Arena gekommen, darunter der an Demenz erkrankte Rudi Assauer selbst.

Der angestrebte offizielle Guiness-Weltrekord von 46.624 Zuschauern, der 2015 auf den Philippinen aufgestellt worden war, wurde letztlich zwar nicht erreicht. Für Regisseur Don Schubert allerdings kein Problem: „Für einen Filmschaffenden ist das eine Riesenzahl. Wir haben Deutschlands größtes Kino, die Essener Lichtburg mit ihren 1500 Plätzen, sozusagen 15 Mal gefüllt. Das ist der Wahnsinn.“ 

Aufgrund der langen Schlangen an den Essensständen begann das Programm mit gut 30-minütiger Verspätung.

Viele ehemalige Weggefährten des heute 74-jährigen Assauer waren nach Gelsenkirchen gekommen. Schalkes Ex-Kapitän und Ex-Manager Andreas Müller, Schalkes Jahrhundert-Trainer Huub Stevens oder Olaf Thon, Kapitän der „Euro-Fighter“, die 1997 den Uefa-Cup gewonnen hatten. Alle zeigten sich am Ende bewegt.

"Solche Typen fehlen in der Liga"

"Der Film ist sehr, sehr gut gemacht“, meinte Andreas Müller, der viele Jahre mit Assauer zusammen gearbeitet hatte. „So ein Manager-Typ ist heute nicht mehr denkbar“, sagte Müller im Gespräch mit unserer Redaktion. „Und solche Typen fehlen der Liga heutzutage. Aber ich bezweifle es, dass sich ein junger Assauer heute noch einmal so entfalten könnte wie damals“, so der 56-Jährige, der glaubt: „Könnte man ihn heute noch fragen, ob er sein Leben für die Schalker Meisterschaft geben würde, würde er sicherlich sagen: Ja!“

Assauer selbst, der den Verein von 1981 bis 1986 sowie von 1993 bis 2006 als Manager geführt hatte und als Macher der 2001 eröffneten Schalker Arena gilt, war der Film bereits im Rahmen einer Vorpremiere im Sommer 2017 gezeigt worden, als sein gesundheitlicher Zustand noch ein wenig besser gewesen war. Die in sehr kleinem Rahmen durchgeführte Veranstaltung, bei der in erster Linie Familien-Angehörige und enge Weggefährten zugegen waren, sei laut Regisseur Schubert „sehr bewegend“ gewesen. 

Assauer strikt abgeschirmt

Gestern Abend wurde der im Rollstuhl sitzende Assauer, dessen Kommen bis gestern noch offen gewesen war, von der Öffentlichkeit strikt abgeschirmt. 

Der gesamte Reinerlös der Veranstaltung geht an die Rudi-Assauer-Initiative, die sich um die „Enttabuisierung des Krankheitsbildes Demenz in der Öffentlichkeit“ kümmert.

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