Leon Goretzka: Sicherheit muss noch kommen

LEVERKUSEN - Wenn auf Schalke in den vergangenen Monaten die Sprache auf Leon Goretzka kam, wurden die Verantwortlichen oftmals merkwürdig schmallippig.

Der 19-Jährige, der im Sommer vom VfL Bochum verpflichtet worden war und als großes Versprechen für die Zukunft galt, schien im mit Stars gespickten Schalker Kader unterzugehen und Gefahr zu laufen, seine Chance nicht zu nutzen. Nur wenige Einsätze, eine langwierige Mandelentzündung – vieles lief nicht rund für den gebürtigen Bochumer. Oder, wie Manager Horst Heldt meinte: „Es war keine einfache Situation.“

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Am Samstag zeigte Goretzka, wozu er fähig sein kann. Sein Treffer zur 1:0-Führung erfüllte sämtliche Voraussetzung zur Aufnahme in diverse Fußball-Lehrbücher sowie in die Auswahl zum Tor des Monats. Nachdem der Schalker Lars Bender den Ball an der linken Seitenauslinie abgenommen hatte, stürmte er in Richtung Leverkusener Tor, ließ zunächst Philipp Wollscheid mit einer gewieften Finte ins Leere rutschen und düpierte danach Torwart Bernd Leno mit einem Lupfer, den man nur als abgezockt bezeichnen konnte. „Leno kam aus dem Tor heraus gestürmt, da war der Lupfer die beste Lösung“, sagte Goretzka.

Horst Heldt lobte den 19-Jährige danach über den grünen Klee. „Er hat alles, ich kenne keinen Schwachpunkt“, behauptet der Schalker Manager. Außer, dass ihm bislang offenbar das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit gefehlt hat. „Leon wird langsam zu dem Spieler, den ich mir erhofft habe“, freut sich Heldt, der bereits vor zwei Wochen prognostiziert hatte, dass sich Goretzka „europaweit einen Namen machen wird“.

„Das Selbstbewusstsein war schon vorher da, aber die Sicherheit im Spiel muss noch kommen“, sagt Goretzka selbst. Vielleicht kommt dieses Sicherheit umso schneller, wen er sich sein Tor noch ein paar Mal in der Wiederholung anschaut. - gre

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