Zum Abschluss des Trainingslagers

Kommentar: Schalkes Tunnelblick birgt große Gefahren

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Christian Heidel (vorne) ist seit Sommer 2016 Sportvorstand von Schalke 04.

Schalke 04 blickt nach eigener Aussage auf ein gutes Trainingslager zurück. Allerdings gibt es viele Gründe, um an Besserung zu zweifeln - vor allen die eigene Sichtweise. Kommentar.

Gelsenkirchen - Auf Schalke sind sie angespannt vor dem Beginn der Rückrunde, das hat Manager Christian Heidel zugegeben. Das müssen die Königsblauen auch, für die viel auf dem Spiel steht. Sie müssen beweisen, dass sie nach der schwachen Hinrunde die richtigen Konsequenzen gezogen haben.

Tatsächlich haben sie viel getan – vor allem mit Blick auf die vielen Disziplinlosigkeiten, die erst jetzt ans Tageslicht gekommen sind. Betroffene Spieler wie Mitarbeiter haben sie rausgeworfen oder ausgetauscht.

Damit allein ist es noch nicht getan. Die größte Gefahr für Schalke 04 ist Schalke 04 selbst. Dass sich die Verantwortlichen der Königsblauen zu sehr blenden lassen.

Viele Aspekte alles andere als positiv

Sie sprachen von einem positiven Trainingslager. Doch die verletzungsbedingte Abreise von Nabil Bentaleb, der drohende Ausfall von Salif Sané – einem von zwei verbliebenen Innenverteidiger – sowie das Warten auf dringend benötigte Neuverpflichtungen sind alles andere als positiv.

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Die negative Berichterstattung über Einheiten ohne Spannung und Feuer schmeckten dem Klub überhaupt nicht. Verständnis war kaum vorhanden. Heidel gab zu, dass sie auf Schalke manchmal vielleicht „zu sehr einen Tunnelblick“ hätten. Falsch liegt er damit sicherlich nicht.

Allerdings muss Königsblau das auch begreifen und sich wohl noch mehr hinterfragen. Sonst gibt es wenig Anlass zur Hoffnung auf Besserung – und aus Anspannung wird ganz schnell Angst, da unten nicht mehr herauszukommen.

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