Zittersieg

Kommentar: Schalke gewinnt im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld – muss aber nachbessern

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Schalke-Trainer David Wagner traute wohl seinen Augen nicht in der Schlussphase des DFB-Pokals.

Der FC Schalke 04 hat zwar gegen Arminia Bielefeld gewonnen, büßt aber zu viel Souveränität ein im Laufe der DFB-Pokal-Partie. Ein Kommentar.

Schalke – Kommentar: Treffen sich elf Schalker und spielen Fußball. Was in der vergangenen Saison noch der Beginn eines schlechten Witzes hätte sein können, ist aktuell Realität. Im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld allerdings auch nur in Hälfte eins. Schalke gab eine Führung beinahe komplett aus der Hand, bettelte um die Verlängerung.

Wer mit solch einer frischen Selbstverständlichkeit in eine Partie geht und 3:0 führt, muss das Spiel souverän zu Ende bringen. Die Knappen aber fielen in alte Verhaltensmuster zurück und hatten zum Schluss keine spielerische Dominanz mehr. 

Der Spielverlauf im DFB-Pokal zeigt: Schalke ist trotz der Erfolge am Anfang eines langen Weges. Kumpel- und Malochertum ist zurück bei den Königsblauen, es gilt: Glückauf dank Neu-Coach David Wagner. Der muss aber auch den nächsten Schliff hinbekommen. maho

DFB-Pokal: FC Schalke 04 gewinnt auswärts gegen Arminia Bielefeld – der Spielbericht

Erst furios, dann noch mächtig gezittert: Der FC Schalke 04 ist ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen und hat dabei möglicherweise ein neues Traum-Duo für den Sturm gefunden. Die Gelsenkirchener überrumpelten den Zweitliga-Zweiten Arminia Bielefeld mit drei Toren in den ersten 32 Minuten und gewannen am Dienstagabend vor 26 203 Zuschauern in der ausverkauften Arena nach Gegentreffern von Fabian Klos (71.) und Cebio Soukou (77.) letztlich gerade noch mit 3:2 (3:0).

Mann des Abends war der erstmals seit Ende August eingesetzte Neuzugang Benito Raman mit seinen ersten beiden Pflichtspieltoren für die Königsblauen (25./32. Minute). Ex-Nationalspieler Mark Uth leistete bei seinem erst dritten Startelf-Einsatz in dieser Spielzeit zu beiden Treffern die Vorarbeit. Den Führungstreffer hatte Alessandro Schöpf erzielt (16.).

Der in der Bundesliga-Saison noch torlose und zuletzt auch im Revierderby gegen Borussia Dortmund (0:0) gesetzte Guido Burgstaller, saß diesmal 84 Minuten auf der Bank und musste am Ende helfen, den Sieg über die Zeit zu bringen.

Die mutig angetretenen Bielefelder rannten nach dem frühen Gegentor-Schock zu naiv weiter an und mussten daher die weiteren schnellen Treffer hinnehmen. Sie können nach einer insgesamt couragierten Leistung trotz der der vierten Niederlage im vierten Pokalspiel gegen Schalke nun selbstbewusst auf den Aufstiegskampf in der 2. Liga konzentrieren.

DFB-Pokal: Schalke erst überlegen, dann dreht Bielefeld auf

Die Arminia war mit dem Kombinationsspiel der Gäste aber auch lange überfordert. Vor dem Doppelpack von Raman hatte Schöpf mit seinem sehenswerten Distanzschuss früh die Weichen für einen Schalke-Sieg gestellt. Amine Harit (11.) hatte schon vor der Führung den Außenpfosten getroffen. 11:1 Torschüsse pro Schalke waren dann zur Halbzeitpause Zahlenbeleg für eine klare Angelegenheit.

Angesichts der deutlichen Führung drosselte Schalke nach dem Seitenwechsel Tempo und Anstrengungen. Bielefeld durfte auch kreativ mitspielen und kam zu großen Chancen. Der Schuss von Andreas Voglsammer (55.) wurde gerade noch von Salif Sané vor der Linie geklärt.

Klos ließ sich seine Möglichkeit nicht nehmen. Energisch sprintete er in eine Hereingabe und verkürzte. Als Sané dann den Schuss von Soukou ins eigene Tor abfälschte, schien sogar noch eine Wende möglich. Die erstaunten Schalker hatten bei einem Pfostenschuss von Voglsammer (90.) und einer kollektiven Rettungsaktion auf der Linie (90.+4) richtig Glück und retteten sich gerade noch über die Zeit. dpa

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