Trainer verliert die Fassung

Kommentar: Stevens' Verhalten schadet ganz Schalke

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Huub Stevens übernahm auf Schalke interimsweise das Trainer-Amt.

Schalkes Trainer Huub Stevens ließ seinen Frust nach der Pleite gegen Frankfurt an einen Journalisten ab. Sein Verhalten schadet dem Klub - auch wegen der eigenen Spieler. Kommentar.

Ja, sogar der Gegner aus Frankfurt hatte ein wenig Mitleid mit den Schalkern, die durch den spätesten Elfmeter der Bundesliga-Geschichte eine Niederlage kassierten. So bitter sie auch war: Die Art und Weise, wie sich der königsblaue Jahrhunderttrainer Huub Stevens nach dem Spiel verhalten hat, hat mit Stil rein gar nichts zu tun.

Emotionale Diskussionen mit den Unparteiischen gehören leider bereits zum Tagesgeschäft in der Bundesliga. Wie sich der Knurrer anschließend nach einer harmlosen Frage mit einem Journalisten angelegt hatte, ist aber unterste Schublade.

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Gerne wird davon gesprochen, dass sich wahre Größe nach Niederlagen zeige. Der 65 Jahre alte Stevens hat mit seinem Auftritt bewiesen, dass ihm trotz seiner Erfahrung die nötige Souveränität fehlt – anders als etwa dem deutlich jüngeren Domenico Tedesco. Dass sich Stevens damit selbst schadet, ist ihm relativ egal, schließlich sei er in zwei Monaten wieder weg.

Trainer muss ein Vorbild sein

Dass er damit aber „seinem“ Klub schadet, sollte ihm nicht so gleichgültig sein. Erst recht mit Blick auf die Tatsache, dass die Königsblauen sich aktuell wieder auf die Fahnen schreiben, Eigengewächse im Bundesliga-Team einzubinden und mit Nassim Boujellab eines sogar mit einem Profi-Vertrag ausstatten. Gerade für diese jungen Spieler soll und muss der Trainer ein Vorbild in allen Belangen sein. Auch in puncto Außendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit.

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