Draxler bleibt auf Schalke - doch wie lange?

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Julian Draxler

GELSENKIRCHEN - Nachdem in den zurück liegenden Tagen sogar seriöse englische Zeitungen wie zum Beispiel „The Guardian“ darüber berichtet hatten, dass sich eine Delegation des FC Arsenal bereits in Gelsenkirchen befände, um Julian Draxler beim FC Schalke 04 loszueisen, hatten viele der blauweißen Fans mit Unbehagen dem Ende der Winter-Transferperiode entgegen gesehen.

Von Jens Greinke

Letztlich kann sich die Schalker Anhängerschaft aber noch mindestens ein halbes Jahr am Riesentalent erfreuen. Laut Manager Horst Heldt hatte es kurz vor Ende der Transferfrist tatsächlich ein Angebot für Draxler gegeben, das der Verein aber abgelehnt habe. „Wir haben uns dagegen entschieden, weil es für uns keinen Sinn gemacht hätte und wir keinen adäquaten Ersatz gefunden hätten“ , so Heldt.

Schalkes Manager wollte zwar nicht preis geben, welcher Verein die Offerte letztlich abgegeben hatte, und sagte nur: „Er liegt nördlich von uns.“ Somit dürfte es sich aber tatsächlich um den FC Arsenal gehandelt haben, zumal dessen Trainer Arsene Wenger bereits am Freitag bekannt gegeben hatte: „Draxler bleibt bei Schalke.“

Wie lange dies letztlich der Fall bleiben wird, muss abgewartet werden. Im Sommer kann der 20-Jährige den Verein verlassen, wenn ein Klub die in der Ausstiegsklausel fest geschriebenen 45,5 Millionen Euro bietet. Während Heldt in den Winter-Transferperioden ein Veto-Recht hat, müsste er im Sommer zustimmen, falls Draxler gehen will. Heldt weiß, dass „Jule mit seiner Qualität nicht aufzuhalten sein wird“ und sagt: „Wir sind realistisch genug, um zu wissen, dass der Moment irgendwann einmal kommen könnte.“

Für die Rückrunde können die Schalker auf alle Fälle weiter auf Draxler zählen. Nach seiner Oberschenkel-Verletzung will er in Kürze wieder ins Mannschaftstraining zurück kehren. Seine Qualitäten dürften in den kommenden Wochen in Gelsenkirchen noch äußerst gefragt sein. Und vielleicht bleibt er ja doch noch etwas länger als nur bis zum Sommer. Denn der Respekt und die Zuneigung, die Draxler von den Schalker Fans entgegen schlagen, dürften unbezahlbar sein. 

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