Leihgabe des FC Barcelona

Miranda hat auf Schalke viel vor: Titel und in die Champions League

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Juan Miranda ist für zwei Jahre vom FC Barcelona an Schalke 04 ausgeliehen.

Der vom FC Barcelona ausgeliehene Juan Miranda hat auf Schalke viel vor. Er formuliert ambitionierte Ziele und hofft so auch auf ein baldiges Wiedersehen mit den Katalanen.

Gelsenkirchen - Juan Miranda kommt gerade von seiner ersten Deutsch-Stunde. Gemeinsam mit Jonjoe Kenny und Rabbi Matondo lernte er die ersten Brocken der Sprache seiner neuen Wahlheimat. „Guten Tag“, sagt der 19-Jährige lächelnd auf die Frage, welches denn die ersten Worte gewesen seien.

Für viel mehr reichte es bei seiner offiziellen Vorstellungsrunde naturgemäß noch nicht. Zu frisch ist der Spanier, den die Königsblauen für für zwei Jahre vom FC Barcelona ausgeliehen haben, erst im Lande. Was aber nicht bedeuten soll, dass er sich nicht viel vorgenommen hätte und seine Ambitionen klar formulieren könnte.

Der Linksverteidiger sei auf Schalke, um zu lernen. Das sei insbesondere im ersten Jahr sein Ziel, „weil es auch mein erstes im Profi-Fußball ist“, erklärt er. Aber er hat auch mit der Mannschaft viel vor: „Ich möchte viel spielen, einen Titel gewinnen und es nach Europa schaffen. Die Liga wird natürlich sehr schwierig, aber wir werden kämpfen.“ Dass Schalke ein katastrophales Jahr hinter sich hat, ist ihm bewusst. Dennoch glaubt er, für seine persönlichen Entwicklung an der richtigen Adresse zu sein.

Wagner will Miranda behutsam aufbauen

Wie jeder andere Fußballer auch, will Miranda so schnell und so viel wie möglich spielen. Der Schalker Plan sieht zunächst jedoch vor, den spanischen U19-Europameister behutsam aufzubauen.

„Jetzt geht es erst einmal darum, ihm Schalke, die Gruppe und die Abläufe näher zu bringen“, so Trainer David Wagner: „Wir werden uns alle Zeit nehmen, ihm ein Nest zu bieten, in dem er sich wohl fühlt und entfalten kann.“

Für Miranda gilt: Je eher, desto besser. Die Tatsache, dass seine Eltern sowie seine zwei Schwestern mit ihm in Deutschland leben werden, dürfte ihm bei der Eingewöhnung noch einmal enorm helfen. Die größte Umstellung wird also „nur“ die auf dem Platz sein.

Miranda: Mehr Tempo als in Spanien

„Die spanische Liga ist taktischer, hier spielen die Teams mit mehr Geschwindigkeit, es geht deutlich schneller von links nach rechts“, erzählt Miranda. Eine Tatsache, die auch dem Linksverteidiger gelegen kommt. Denn er sieht sich als offensiver Außenspieler, der sich nicht scheut, „die Linie bis zum Ende herunterzulaufen“.

Und auch Wagners Spielweise komme ihm gelegen. „Er ist ein Trainer, dem es gefällt, Fußball spielen zu lassen. Und das kommt mir sehr entgegen“, sagt Miranda, dessen stärkerer Fuß der linke ist, aber: „Früher habe ich gar nichts mit dem rechten gemacht, das habe ich mittlerweile jedoch verbessert. Bei der U19-EM habe ich eines meiner zwei Tore mit dem rechten Fuß aus der Distanz erzielt.“

Dem Weg von Raul folgen

Qualitäten, die er nach und nach auch auf Schalke einbringen soll – auch, um Routinier Bastian Oczipka Dampf zu machen. Denn die Linksverteidiger-Position ist nahezu die einzige bei den Königsblauen, die bis zur Verpflichtung Mirandas nicht (mindestens) doppelt besetzt war.

Schlägt Miranda zu schnell ein, könnte das mittelfristig sogar zum Nachteil für Königsblau werden: Die Katalanen haben die Option, ihr Talent bereits nach einem Jahr wieder zurückzuholen. „Das ist noch lange hin, ich konzentriere mich jetzt nur auf Schalke“, sagt er. Und darauf, mit seinem neuen Klub im Idealfall einen Titel zu holen – wie es einst sein Landsmann Raul mit dem DFB-Pokal 2010/11 schaffte.

„Diesem Weg möchte ich so gut es geht folgen“, meint Miranda selbstbewusst und denkt da eher an ein ganz anderes Wiedersehen mit den Katalanen: „Es wäre ein Traum, im nächsten Jahr in der Champions League gegen Barcelona spielen zu können.“

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