Im Sport1-Doppelpass

Schalkes Sportvorstand Schneider platzt in Sendung der Kragen: „Ihr habt es nicht kapiert“

Schalke 04 steht gewaltig unter Druck. So auch Sportvorstand Jochen Schneider im Sport1-Doppelpass. Dann verschaffte sich der 50-Jährige mächtig Luft.

Hamm - Nach dem 1:1-Remis gegen Werder Bremen scheint die Situation beim FC Schalke 04 weiterhin aussichtslos. Nicht Wenige fragen sich: Wann und gegen wen soll Königsblau überhaupt die nötigen Punkte holen, um den Abstieg in die 2. Liga zu verhindern. Diesen und weiteren Fragen stellte sich Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider am Sonntag im Doppelpass auf Sport1. Dann allerdings platzte ihm der Kragen.

NameJochen Schneider
Geboren13. September 1970, Mutlangen
BücherStrukturaufklärung zweier Fengycine aus Bacillus subtilis S499

Schalke: Jochen Schneider platzt im Doppelpass der Kragen - „Das ist albern“

Angenehm war der Sonntagvormittag für Jochen Schneider sicherlich nicht. Mit acht Punkten dümpelt der Kader von Schalke 04 auf dem letzten Tabellenplatz herum. Am Samstag gegen Werder Bremen zeigte die Mannschaft wieder einmal zwei Gesichter. Aufbäumen in Halbzeit eins, dann der Auftritt einer Zweitligamannschaft nach dem Seitenwechsel. Auch die Schalke-Fans haben genug und wollen nicht mehr leiden.

Die Meinung der Experten im Doppelpass war eindeutig: Sowohl Mannschaft als auch Trainer tragen Schuld am derzeitigen Auftreten. Doch dabei blieb es nicht: Auch Jochen Schneider bekam gewaltig sein Fett weg. Der Glaube an die Rettung von Schalke sei bei den Experten nicht mehr da. Auf Schalke herrsche Schönrednerei. S04 müsse sich bereits auf die 2. Liga vorbereiten. Dann allerdings ohne Jochen Schneider, betont Bild-Reporter Alfred Draxler. Zumal der Schalke-Abstieg gleichbedeutend wäre mit dem Aus von Jochen Schneider.

Schalke: Jochen Schneider rudert zurück - Rücktritt bei Abstieg doch nicht beschlossen

Das ließ Schneider nicht auf sich sitzen. Noch vor einigen Wochen hatte der Schalker Sportvorstand betont, ein Scheitern von Cheftrainer Christian Gross würde auch sein eigenes Schicksal besiegeln. Nun jedoch ruderte Jochen Schneider zurück. „In Summe ist das alles nicht ganz richtig“, so Schneider, der aktuell mit dem Schalker Aufsichtsrat nach einem Sportdirektor sucht. Es kristallisiert sich ein Topkandidat heraus.

Sein persönliches Aus in Gelsenkirchen sei noch nicht beschlossene Sache, betont Jochen Schneider. Allerdings stellt Schneider auch heraus, dass er sein Amt zur Verfügung stellen würde, sollte der Aufsichtsrat ihn darum bitten. Bis dahin jedoch arbeitet er als Sportvorstand weiter - und wohl auch schon am Kader bei einem möglichen Abstieg. Dann jedoch platzt Jochen Schneider der Kragen.

Schalke: Jochen Schneider poltert gegen Experten los und ist kaum noch zu beruhigen

Nicht alle Spieler auf Schalke besitzen Verträge für die 2. Liga. Als Sport1-Chefreporter Patrick Berger um mehr Transparenz und Einsicht in die Arbeitspapiere bittet, ist Schneider kaum noch zu beruhigen. „Herr Berger, ganz ehrlich, das ist albern. Wenn das Wort Transparenz in den Kontext gestellt wird, ‚Sagt mal was in den Verträgen steht‘, dann sage ich, ihr habt es nicht kapiert“, polterte Schneider und war kaum noch zu bremsen.

Schalkes Sportvorstand polterte im Sport1-Doppelpass über die Fragen der Experten.

Denn nun wandte sich Schneider an Experte Alfred Draxler und holte zum Gegenschlag aus. „Wenn ihr das unter Transparenz versteht, dann reden wir unterschiedliche Sprachen. Man ist es über all die Jahre gewohnt, dass bei Schalke viel rauskommt. Da sage ich: Chapeu Bild-Zeitung! Aber wenn es Dinge gibt, die Schalke 04 schaden, dann gebe ich die nicht heraus“, so Schneider.

Nach einer Werbepause beruhigten sich die erhitzten Gemüter wieder. Anschließend ging es um mögliche Transfers bei Schalke 04 bis zum Deadline Day. Sami Khedira war ebenso ein Thema wie wohl auch Erik Thommy vom VfB Stuttgart. Beide jedoch werden nicht zu Schalke kommen, betont Schneider, der eine weitere Verpflichtung nicht ausschloss. Nun ist das Winter-Transferfenster jedoch geschlossen. Nur noch vereinslose Spieler können jetzt noch unter Vertrag genommen werden.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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