Huub Stevens hat eine „liebe Mannschaft“

Ob Jefferson Farfan gegen Kaiserslautern aufläuft, entscheidet sich kurzfristig. ▪
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Ob Jefferson Farfan gegen Kaiserslautern aufläuft, entscheidet sich kurzfristig. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Schalkes Trainer Huub Stevens gilt gemeinhin als knorriger, autoritärer Mensch. Doch bei der Pressekonferenz zum Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (18.30 Uhr) am Samstag verbreitete der Niederländer plötzlich einen Hauch von Charme im Medienzentrum der Schalker Arena.

Welchen Eindruck er nach drei Wochen Zusammenarbeit von seinem Team habe, welchen Typ Mannschaft er übernommen habe, wurde Stevens von einer Journalistin gefragt. „Es macht mir Spaß, mit den Jungs zu arbeiten“, lautete die erste, relativ unspektakuläre Antwort des 57-Jährigen, ehe er lächelnd nachschob: „Für eine Frau kann ich sagen, dass es eine liebe Mannschaft ist.“ Was jedoch nicht heißen sollte, dass das königsblaue Ensemble zu brav ist. „Manchmal gibt es auch Situationen, wo man ein Drecksack sein muss“, stellte Stevens klar.

Vor dem Aufeinandertreffen mit den Pfälzern haben die Blau-Weißen mit einigen personellen Fragezeichen zu kämpfen. Ciprian Marica kehrte mit einer Sprunggelenksverletzung von der rumänischen Nationalmannschaft zurück, sein Mitwirken gegen Kaiserslautern ist ungewiss. Für die wiedergenesenen Langzeitverletzten Sergio Escudero (Leiste) und Christoph Moritz (Patellasehne) käme ein Einsatz nach Meinung des Trainers noch zu früh. Der Tscheche Jan Moravek indes macht nach seinem auskurierten Muskelfaserriss „einen besseren Eindruck“. Raúl (Sprunggelenksschmerzen) und Christoph Metzelder (Wadenprobleme) nahmen hingegen am gestrigen Training teil.

Offen ist auch, ob Jefferson Farfan spielfähig ist. Der Peruaner kehrte erst gestern von seiner Länderspielreise aus Chile zurück. „Ich werde mit ihm besprechen, wie er sich fühlt. Aber natürlich möchte man gerne seine Qualitäten in der Mannschaft haben“, hofft Stevens auf grünes Licht vom Südamerikaner.

S04-Manager Horst Heldt betonte unterdessen, dass es bei den Vertragsverhandlungen mit Farfan, dessen Kontrakt am Saisonende ausläuft, keinen neuen Stand gibt. Ein Verkauf in der Winterpause, wo die Gelsenkirchener letztmals eine Ablösesumme für den Flügelspieler kassieren könnten, sei jedoch kein Thema: „Wir haben nicht vor, ihn vorzeitig aus dem Vertragsverhältnis zu entlassen. Und es gibt auch keine Anzeichen, dass das gewünscht ist.“ ▪ Christian Müller

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