Beim Schalker Remis

Held des Tages gegen Freiburg: Kutucu liefert immer mehr Argumente für die Startelf

Schalkes Ahmed Kutucu kam in der Hinrunde lediglich auf 10 Joker-Einsätze in der Bundesliga.
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Schalkes Ahmed Kutucu kam in der Hinrunde lediglich auf 10 Joker-Einsätze in der Bundesliga.

In seinem kurzen Einsatz wurde Ahmed Kutucu zum Schalker Held gegen Freiburg. Das Eigengewächs liefert immer mehr Argumente für die Startelf.

Gelsenkirchen – Als er die Bezeichnung „Held des Tages“ hörte, schüttelte Ahmed Kutucu direkt mit dem Kopf. Dabei war es der 19-Jährige, der dem Schalker Spiel nach seiner Einwechslung noch einmal frische Impulse gab und den Königsblauen mit seinem prallen Schuss aus 16 Metern das 2:2 und somit den Punkt gegen Freiburg bescherte.

Doch statt sich darüber zu freuen, haderte der gebürtige Gelsenkirchener damit, nicht noch einen nachgelegt zu haben. Die Chance dazu hatte er in der 87. Minute, verfehlte den linken Pfosten aber knapp. Niemand machte ihm einen Vorwurf – außer er sich selbst.

„Ich werde die nächsten ein, zwei Tage sicher nicht schlafen können und darüber nachdenken“, meinte der Schalker Offensivspieler selbstkritisch: „Ich werde mir diese Szene noch einmal anschauen, damit ich es beim nächsten Mal besser mache.“ Was hat er denn falsch gemacht? „Ich hätte ihn chippen können, aber das habe ich leider nicht gemacht. Man hat auch nicht viel Zeit, um zu überlegen.“

Kutucu in 117 Minuten erfolgreicher als so manche Stammkraft

Es waren Worte, die für den Charakter des 19-Jährigen sprechen. Wenn er auf den Platz kommt, gibt er für seine Farben alles. Will das Bestmögliche herausholen für sein Team. Eigenschaften, die Kutucu beim königsblauen Publikum so beliebt machen. Und Fakten, die eigentlich für mehr Kutucu im Schalker Spiel sprechen.

Schalker Unentschieden gegen Freiburg

In der Hinrunde bekam er zwar „nur“ 117 Minuten in zehn Liga-Einsätzen, ist mit zwei Toren und zwei Assists dennoch fünftbester Scorer der Königsblauen. Ein beachtlicher Wert. Trainer David Wagner setzt gerne auf die Joker-Qualitäten des Schalker Eigengewächses. Aber nicht wenige fordern: Kutucu muss in die Startelf.

Der türkische Nationalspieler will nach Außen hin derweil keine Ansprüche stellen und bleibt bescheiden. „Spieler denken oft nur an sich, aber man muss ja auch an die Mannschaft denken“, erklärte er: „Das tut der Mannschaft auch gut, wenn ich die letzten Minuten reinkomme und Gas gebe. Da kann ich so wie gegen Freiburg oder gegen Paderborn ein Tor schießen und die Mannschaft so mitnehmen.“

Kutucu: Beleidigt zu sein bringt nichts

Dabei räumte er aber auch ein: „Natürlich willst du als Profi mehr spielen. Aber ich nehme das an, deswegen gebe ich auch 100 Prozent. Ich mache da auch keinen auf beleidigt oder lasse meinen Kopf hängen. Ich gebe einfach Gas, wenn der Trainer mich einsetzt – egal, ob es fünf Minuten, zehn oder 90 Minuten sind. Die nächsten Jahre werden wir sehen, wie es weiter läuft.“

Doch wenn Kutucu weiter so arbeitet und auffälliger agiert als viele Startelf-Stürmer und darüber hinaus auch noch erfolgreich, dürfte Wagner schon sehr bald keine glaubhaften Argumente mehr haben, die gegen Kutucu in der Anfangsformation sprechen.

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