DFB ermittelt

Feuerzeugwerfer: Schalke hofft auf Bildmaterial

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Schalkes Co-Trainer Sven Hübscher.

[Update 14.10 Uhr] GELSENKIRCHEN/FRANKFURT - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ermittelt im Fall des Feuerzeugwerfers beim Heimspiel des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln. Wie ein DFB-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag erklärte, wird der Revierclub aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben.

"Es gibt Signale, dass der Täter ermittelt werden kann", sagte Schalkes Finanzvorstand Peter Peters der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und betonte: "Wir empfehlen ihm dringend, sich freiwillig bei der Polizei zu melden." Dies wirke sich für ihn strafmildernd aus.

Kurz vor Ende der Partie in der Gelsenkirchener Arena war es zu einem Eklat gekommen, als ein noch unbekannter Fan von der Haupttribüne ein Feuerzeug aufs Spielfeld geworfen und dabei Schalkes Co-Trainer Sven Hübscher am Kopf getroffen hatte. Der Assistent von S04-Chefcoach Roberto Di Matteo war daraufhin blutend zu Boden gestürzt und in der Kabine an der Stirn genäht worden. Nach einem Tag Pause stand Hübscher beim Training am Montag in Gelsenkirchen wieder auf dem Platz.

Unterdessen hat Schalke die Suche nach dem Feuerzeugwerfer intensiviert. "Wir haben inzwischen ganz gutes Videomaterial und Zeugenaussagen", sagte Horst Heldt am Montag. "Und wir überlegen, eine Privatanzeige gegen Unbekannt zu stellen." Der Manager hofft beim DFB auf Milde: "Es war ein Feuerzeug, also kein Gegenstand, der ins Stadion geschmuggelt wurde." Zuvor hatte eine Sprecherin des Fußball-Bundesligisten erklärt, man sei "zuversichtlich, den Täter ermitteln zu können. Wir raten dem Täter aber, sich selbst zu stellen". Dies könne sich für ihn strafmildernd auswirken.

Schalke: 1:2-Niederlage gegen Köln

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Ob und inwieweit Schalke vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für diesen Vorfall belangt werden kann, steht noch nicht fest. Eine gravierende Strafe fürchtet Peters allerdings nicht, da es sich um das Vergehen eines Einzeltäters handele. "Das ist ein Unding und nicht einmal im Ansatz akzeptabel", beklagte sich Manager Horst Heldt über das Verhalten des Zuschauers. - SID

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