Schalke-Stürmer im Interview

Di Santo: Bremen im Herzen - aber Wunsch nach "langer Zukunft" in Königsblau

Franco Di Santo (l.) wechselte im Sommer 2015 von Werder Bremen zu Schalke 04.
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Franco Di Santo (l.) wechselte im Sommer 2015 von Werder Bremen zu Schalke 04.

Vor seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte in Bremen spricht Schalkes Stürmer Franco Di Santo über die Pfiffe der Werder-Fans und seine aktuelle Lage bei Königsblau.

Gelsenkirchen - Zwei Jahre lang trug Franco Di Santo das Trikot von Werder Bremen, ehe er zu Schalke 04 wechselte. Dort wollte er an sein gutes zweites Jahr bei den Grün-Weißen anknüpfen, doch bei Königsblau wartet er auch noch in seiner dritten Saison auf seinen Durchbrauch.

Vor der Rückkehr mit Schalke 04 an die Weser am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) spricht der Argentinier im Interview mit Marcel Guboff über Pfiffe der Werder-Fans, wie er über Bremen denkt und wie er den Konkurrenzkampf im blau-weißen Sturm einschätzt.

Franco Di Santo, Sie waren zuletzt viel angeschlagen und verletzt: Fühlen Sie sich wieder gut?

Franco Di Santo: Es ist alles okay. Ich habe zwar noch leichte Schmerzen in meinem Arm nach der Prellung, aber das ist halb so wild.

Ansonsten sind Sie aber schmerzfrei und sind bereit für Bremen?

Di Santo: Ja, ich fühle mich fit und bereit.

Welche Gedanken kommen Ihnen, wenn Sie an die Rückkehr an Ihre alte Wirkungsstätte denken?

Di Santo: Es ist seltsam, um ehrlich zu sein. Ich liebe Bremen, es war mein erster Verein in Deutschland. Sie haben mir die Chance gegeben, in der Bundesliga zu spielen. Ich hatte dort vor allem ein sehr gutes zweites Jahr. Es war zu diesem Zeitpunkt natürlich auch schade, dass ich gegangen bin. Aber ich habe diese Entscheidung einige Male ausführlich begründet. Viele Anhänger haben trotzdem kein Verständnis dafür und mögen mich deshalb nicht besonders. Als Fan würde ich vielleicht ähnlich reagieren.

Also können Sie damit gut umgehen?

Di Santo: Absolut. Ich denke, dass ein Teil der Fans immer pfeifen wird. Aber da ist auch ein anderer Teil, der sagt: ‚Alles okay.‘ Für mich ist es wichtig, dass sie wissen, dass ich Bremen immer im Herzen haben werde. Ich habe die besten Erinnerungen an meine Zeit bei Werder.

Sie sind jetzt im dritten Jahr auf Schalke. Immer wieder wurden Sie aber von Verletzungen vom Durchbruch in Königsblau aufgehalten. Hat es nur mit Pech zu tun?

Di Santo: Aus den verschiedensten Gründen fehlte mir in den vergangenen zwei Spielzeiten sicherlich das nötige Glück. Ich war immer wieder mal verletzt. Das war sehr frustrierend für mich. Aber ich versuche, nur an das Kommende zu denken und an die positiven Dinge im Leben. Im Moment ist vieles neu, das setzt noch einmal Energien frei. Mit dem neuen Trainer eröffnen sich auch mir neue Möglichkeiten. Ich schätze es sehr, dass ich hier eine neue Chance bekomme.

Sie sprachen den neuen Coach Domenico Tedesco an: Es ist mit ihm also tatsächlich ein kleiner Aufbruch zu spüren?

Di Santo: Natürlich. Und daran hat er großen Anteil. Es ist ein Neustart, darauf fokussiere ich mich. Über die Vergangenheit denke ich nicht viel nach.

Aber auch jetzt sind Sie mit Verletzungen gestartet. Wie schwierig ist es da bei der Konkurrenz mit Guido Burgstaller und dem wiederkehrenden Breel Embolo, sich seinen Platz in der Startformation zu erkämpfen?

Di Santo: So ein Konkurrenzkampf ist gut. So etwas macht uns alle besser: jeden einzelnen Spieler und damit auch das gesamte Team.

Die Deichstube * über die Ex-Bremer Franco Di Santo und Naldo

Dennoch scheint vor allem Burgstaller einen Vorsprung zu haben.

Di Santo: Jede Woche hast du eine neue Chance. Wir werden sehen. Aber ganz gleich, wer spielt und wer nicht: Wir sind eine Einheit, jeder pusht den anderen.

Sie haben auf Schalke noch einen Vertrag bis 2019. Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, was danach kommen könnte?

Di Santo: Ich hoffe, dass ich noch sehr lange hier bleiben kann. Schalke ist für mich einer der größten Klubs in ganz Deutschland und Europa. Ich bin hier sehr glücklich.

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