16. Bundesliga-Spieltag

Pleite beim HSV: Schalke stolpert in die Winterpause

Nicolai Müller (r.) leitete die Niederlage des FC Schalke 04 um Max Meyer beim HSV ein.
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Nicolai Müller (r.) leitete die Niederlage des FC Schalke 04 um Max Meyer beim HSV ein.

Hamburg - Ein fehlerhaftes FC Schalke 04 verliert verdient beim Hamburger SV. Auch eine Glanztat von Ralf Fährmann und der Debüt-Treffer eines Youngster hilft den Königsblauen nicht. 

Der FC Schalke 04 ist zum Jahresabschluss nicht aus seinem kleinen Negativ-Trend herausgekommen. Im letzten Spiel vor Weihnachten verloren die harmlosen Königsblauen verdient mit 1:2 (0:0) beim Hamburger SV.

Die Tore erzielten Nicolai Müller (61. Minute) und Bobby Wood (82.). Die Königsblauen konnten nur noch durch Donis Avdijaj verkürzen (90.). Schalkes Torhüter Ralf Fährmann (76.) hielt dazu einen von Johan Djourou ausgeführten Foulelfmeter. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Der Sieg des HSV geht in Ordnung. Wir haben es insgesamt nicht gut gemacht. Vorne haben wir keine Bälle festgemacht und wenig Entlastung hinbekommen", sagte Schalkes Trainer Markus Weinzierl. "Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben, weil wir es nicht geschafft haben, unsere beste Leistung abzurufen."

Der HSV verließ mit 13 Punkten zumindest für eine Nacht die direkten Abstiegsränge. Schalke geht mit nur 18 Punkten und enttäuscht nach zuletzt vier Bundesliga-Partien ohne Sieg in die Winterpause.

Drei Änderungen beim HSV

Am Tag nach dem Anschlag von Berlin fand das letzte Spiel im Volksparkstadion vor Weihnachten unter besonderen Vorzeichen statt. Zwar sind die Sicherheitsmaßnahmen seit den Anschlägen von Paris verschärft worden, vor der Partie gegen S04 wurden die Sicherheitskräfte noch einmal um 250 Kollegen aufgestockt.

Konoplyanka kann es nicht fassen: Bilder von Schalkes Pleite beim HSV

Trainer Markus Gisdol überraschte mit drei Veränderungen in der Startelf. Wie erwartet bot er Ex-Kapitän Johan Djourou nach dessen Gelb-Sperre für Emir Spahic in der HSV-Innenverteidigung zusammen mit Gideon Jung auf. Die zuletzt arg schwächelnde Abwehr zeigte sich leicht verbessert. Unerwartet kam die Hereinnahme von Luca Waldschmidt im Sturm für Wood und Albin Ekal auf der Sechser-Position.

Baba ersetzt Reese

Personell geschwächt warteten die Gäste zunächst vor Besuchern im Volkspark auf die Fehler der Hausherren. Ohne den gesperrten Naldo und den verletzten Matija Nastasic war die Abwehr erneut geschwächt, Breel Embolo, Klaas-Jan Huntelaar, Franco Di Santo und Eric Maxim Choupo-Moting fehlten mit Blessuren in der Vorwärtsbewegung. Nach dem 1:1 gegen Freiburg nahm Coach Weinzierl den jungen Fabian Reese heraus und brachte Baba.

Die erste Großchance verzeichneten die "Knappen": Jung schoss versehentlich Yevhen Konoplyanka an, der aber seinen Schuss ans Außennetz verzog. Mit einem Freistoß prüfte Johannes Geis (30.) danach Christian Mathenia. Nach einem Zusammenstoß mit Nationalspieler Benedikt Höwedes musste der Schlussmann kurz behandelt werden.

Fährmann hält Elfer

Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Müller (23.) nach guter Vorlage von Filip Kostic aus kurzer Distanz geblockt. Der HSV setzte nach, ihm fehlte aber die Durchschlagskraft. Zu oft versuchte es die Gisdol-Elf mit weiten Bällen, die dann abgefangen wurden. Mit dem Flatterball von Douglas Santos (40.) hatte Ralf Fährmann keine Probleme. Einen Weitschuss von Waldschmidt lenkte er gut zur Ecke.

Die Gäste kamen hochmotiviert aus der Kabine und hätten gut in Führung gehen können. Leon Goretzka (51.) köpfte aus naher Distanz genau in die Arme von Mathenia. Die Gastgeber nutzten dagegen einen schnellen Konter über Kostic und Müller zur Führung. Fährmann berührte den Ball, konnte den Schuss aus etwa 15 Metern aber nicht stoppen. Djourou hätte per Foulelfmeter alles klarmachen können, doch er schoss Fährmann fast an. Auch den Nachschuss von Müller hielt er. Danach "haben wir die Köpfe nicht gesenkt, sondern weiter den Weg nach vorne gesucht", lobte Gisdol. 

Im Alleingang machte Wood das 2:0 perfekt. In der Phase vor dem zweiten Tor der Hamburger "haben wir vielleicht etwas zu viel gewollt", meinte Weinzierl. "Bei den beiden Gegentreffern haben wir Kleinigkeiten vermissen lassen."

Schalke kam durch Avdijaj zwar noch zum Anschlusstreffer (89.), doch für eine Aufholjagd war es zu spät

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