Schalkes Remis gegen Freiburg

Trotz Patzer: Lob statt Tadel für Kehrer

Thilo Kehrer leitete das Schalker Gegentor gegen Freiburg ein.
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Thilo Kehrer leitete das Schalker Gegentor gegen Freiburg ein.

Gelsenkirchen - Thilo Kehrer macht auch gegen Freiburg ein mehr als ordentliches Spiel - mit Ausnahme einer Szene, die Schalke in Rückstand bringt. Dennoch ist die Kritik durchweg positiv.

Am Ende war es ein falscher Schritt. Ein falscher Schritt, der aus den Noten in den Fachmagazinen vielleicht aus einer erstrebenswerten 2,5 eine blasse 4 machte. Als Thilo Kehrer in der 64. Minute einen Pass des Freiburgers Janik Haberer falsch einschätzte, den Ball verfehlte und die Kugel zu Florian Niederlechner durchrutschte, der Sekunden später zum 1:0 für die Breisgauer traf, ärgerte sich einer am meisten: Kehrer selbst.

Angesprochen auf die Situation sagte der 20-Jährige nach der Partie selbstkritisch: "Ich entscheide mich, rauszustechen. Und dann muss ich den Ball haben." Hatte er aber nicht. Weshalb die Freiburger mit 1:0 in Führung gegangen waren und Schalke 04 letztlich mit viel Mühe noch ein 1:1 (0:0)-Remis herausspielte.

Für Heidel "überragend"

Kehrer musste sich trotzdem nicht grämen. Auf Schalker Seite gab es niemanden, der ihn an den Pranger stellte. „Er braucht den Kopf nicht in den Sand stecken, er hat ein gutes Spiel gemacht. Er war griffig in den Zweikämpfen, hat gute Bälle gespielt. Aber solche Dinger passieren“, meinte beispielsweise Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes, der mehr Lob als Tadel am Auftritt des jungen Nachwuchsspielers fand. Auch Sportvorstand Christian Heidel fiel als erstes das Adjektiv „überragend“ ein, als er gebeten wurde, Kehrers Leistung zu bewerten.

1:1 - Schalke holt gegen Freiburg nur einen Punkt

Tatsächlich hatte Kehrer bis zu diesem Zeitpunkt eine extrem souveräne Leistung gezeigt, die man einem Spieler in seinem erst viertem Bundesliga-Spiel nicht zwangläufig zutraut. Er agierte mit viel Übersicht, sehr unaufgeregt und schien bis eben jener 64. Minute ein starker Rückhalt in der Schalker Dreierkette.

Lernprozess für Kehrer

Freiburg jubelte, nachdem Thilo Kehrer sich verschätzt hatte.

Aufs Gemüt schlagen soll der Fehltritt ihm aber nicht. „Ich denke, ich habe die Leistung der letzten Spiele bestätigt und ein ordentliches Spiel gemacht. Bis auf die eine Szene. Daraus kann ich lernen und es das nächste Mal besser machen“, sagte Kehrer, der wegen des großen Personalmangels in der Abwehr der Königsblauen derzeit seine Chance von Cheftrainer Markus Weinzierl erhält.

Über seine Perspektive im Team mache er sich nach eigener Aussage derzeit noch keine Kopfschmerzen: „Ich versuche, mein Spiel zu machen und zu helfen. Ich schaue nur von Spiel zu Spiel.“

Das nächste findet am Dienstag in Hamburg statt. Und Kehrer dürfte erneut in der Schalker Startelf stehen. Mit der Ambition, seinen Notenschnitt in den Fachmagazinen zu verbessern.

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