Klarer Sieg gegen Mainz 05

Gefühlskino mit Drei-Tore-Show: Schalke bereit fürs Derby

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Nabil Bentaleb schnürte beim Schalker Sieg gegen Mainz einen Doppelpack.

Gelsenkirchen - Schalke 04 kommt langsam in Schwung. Gegen Mainz 05 feiern die Königsblauen einen klaren und ungefährdeten Sieg. Markus Weinzierls Wagnis geht auf.

Großes Gefühlskino, drei Punkte und jede Menge Rückenwind für das Revierderby bei Borussia Dortmund am kommenden Wochenende: Aufgrund einer couragierten Vorstellung sicherte sich der FC Schalke 04 im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 beim 3:0 (1:0) seinen zweiten Saisonsieg und verließ den Relegationsplatz 16. „Der S04 ist wieder da“, skandierte die freudentrunkene Nordkurve – und könnte damit recht haben.

„Das war die beste Saisonleistung“, lobte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel nach dem ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub. Bei den Toren hielt sich der 53-Jährige vornehm zurück: „Ich bin nicht der Typ, der bei einem solchen Spiel aufs Feld läuft. Das wäre nach den fast 25 Jahren Mainz zu heftig.“ (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Solidar-Aktion für Embolo

Wie emotional der FC Schalke 04 ist, zeigte sich mal wieder vor dem Anpfiff der Partie. Der Verein hatte auf jedem Platz in der Arena ein großes Poster des verletzten Breel Embolo mit dem Hinweis auf der Rückseite, bei der Vorstellung der Mannschaft bei jedem Spieler den Namen Embolo zu rufen. So wurde die Verlesung des Mannschaftskaders zu einer riesigen Solidar-Aktion für den Schweizer, der sich eine Woche zuvor eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen hat und mindestens vier Monate nicht den Trainingsplatz betreten darf.

Es war ein gewagter taktischer Plan, den Markus Weinzierl anwandte. Waren die Schalker im Ballbesitz, mussten hinten eine Dreierkette hochkonzentriert bei der Sache bleiben. Dafür wurde die linke Außenseite ausschließlich von Sead Kolasinac bearbeitet. Statt einer Doppel-Sechs setzte Weinzierl im defensiven Mittelfeld dieses Mal nur auf Johannes Geis. Wie schon in Krasnodar erhielt Franco Di Santo im Angriff den Vorzug vor Klaas-Jan Huntelaar, was dem Routinier aus den Niederlanden gar nicht geschmeckt haben dürfte.

Gewagter Plan geht auf

Im offensiven Mittelfeld fuhr Weinzierl mit Max Meyer, Nabil Bentaleb und Leon Goretzka groß auf, wobei der quirlige Meyer immer wieder in die Spitze vorstieß. Wie gesagt: ein gewagter Plan, der aber aufging. Und trotz erneuter großer Rotation zeigten die Schalker, dass sie langsam einen gewissen Spielstil heraus arbeiten, der nicht von einzelnen Personen abhängig ist. „Die Mannschaft versteht immer mehr, was wir wollen. Es kommt in den Köpfen an“, konstatierte Heidel.

Auch Erwin feiert mit - Bilder von Schalkes Sieg gegen Mainz

Die Mainzer waren unangenehm zu bespielen. Allen voran war in diesem Zusammenhang der Kolumbianer Jhon Cordoba zu nennen, der Schalkes Verteidiger Matija Nastasic mit seinem unangenehmen Zweikampf-Verhalten das ein oder andere Mal zur Weißglut trieb. Auch in der Defensive wussten die Mainzer zuzulangen, viele Fouls ließen oftmals keinen Spielfluss aufkommen.

Mainzter Widerstand gebrochen

Nachdem Johannes Geis in der 22. Minute einen direkten Freistoß aus spitzem Winkel aufs Tor zirkelte, hatte Mainz-Keeper Jonas Lössl arge Mühe, den Ball noch über die Latte zu bugsieren. Kurz darauf war es dann allerdings passiert: Franco Di Santo legte den Ball schön zurück auf Nabil Bentaleb, der aus 16 Metern abzog und das Spielgerät zum 1:0 in die Maschen hämmerte.

Der gelernte Torjäger Di Santo erwies sich im Spiel gegen die Mainzer als vorzüglicher Vorlagengeber. Kurz kurz nach der Pause sammelte er seinen zweiten Scorer-Punkt, als er Max Meyer bediente, der aus gut zehn Metern zum 2:0 einschoss (48.). Der Widerstand der Mainzer war dennoch nicht gebrochen, immer wieder versuchten sie, die Schalker unter Druck zu setzen. In der 55. Minute hatte Cordoba die Riesenchance zum Anschlusstreffer, doch verfehlte er das Tor. Die Spielweise der Mainzer gab de Schalkern die Gelegenheit zu schnellen Gegenstößen. In der 61. sorgte einer davon für die endgültige Entscheidung: Nach einem doppelten Doppelpass zwischen Kolasinac und Bentaleb erzielte der Algerier seinen zweiten Treffer (61.).

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