Nach Schalker Sieg gegen Mainz

Höwedes warnt vor Euphorie: Trotzdem nur sieben Punkte

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Kapitän Benedikt Höwedes tritt trotz der zuletzt guten Serie von Schalke 04 auf die Euphoriebremse.

Gelsenkirchen - Die Stimmung bei Schalke 04 ist nach dem klaren Sieg gegen Mainz gelöst. Doch Kapitän Benedikt Höwedes warnt vor allzu großer Euphorie - und davor, bereits ans Derby zu denken. 

In gelöster Stimmung kam Benedikt Höwedes am Sonntagabend aus der Mannschaftskabine. Der Kapitän äußerte sich nach dem 3:0-Sieg gegen Mainz 05 im Gespräch mit Jens Greinke zur aktuellen Situation und zu den Aussichten für die anstehenden Aufgaben der Schalker im DFB-Pokal am Mittwoch beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg (20.45 Uhr bei uns im Live-Ticker) sowie beim nächsten Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr).

War das Spiel heute der Wendepunkt?

Benedikt Höwedes: Och, die Frage wurde mir nach dem Salzburg-Spiel auch schon gestellt, und da habe ich gesagt, ich hoffe, dass es der Wendepunkt ist. Seitdem haben wir noch kein Spiel verloren. Also würde ich eher das Salzburg-Spiel als den Wendepunkt bezeichnen. Ich freue mich, dass wir weiterhin so erfolgreich sind und so engagiert spielen. Und uns auch dafür belohnen.

Was hat gegen Mainz besonders gut geklappt?

Höwedes: Wir standen sehr stabil. Das hat vorne in der ersten Reihe angefangen. Wir haben den Gegner frühzeitig attackiert, so dass die Mainzer kaum Möglichkeiten hatten, ihr Spiel vernünftig aufzubauen. Zudem haben wir den Gegner vom eigenen Tor weg gehalten und waren auch stark im Gegenpressing. So machen wir auch das 1:0, als Leon (Goretzka/Anm. der Red.) super mit nach hinten arbeitet und nachher durch Nabil (Bentaleb) das Tor schießen. Das war super gemacht. Wir haben später auch klasse Konter gefahren.

Sie haben als Kapitän stets eingefordert, dass die Mannschaft „malochen“ müsse. Ihr Manager Christian Heidel hat heute gesagt, diese Forderung käme langsam in den Köpfen der Spieler an. Sehen Sie das ähnlich?

Höwedes: Ja. Die Arbeit, die wir verrichten, erntet auf alle Fälle Früchte. Das freut uns natürlich. Aber wir dürfen jetzt nicht in zu große Euphorie verfallen, sondern müssen sehr realistisch mit der Situation umgehen. Wir haben in der Bundesliga trotzdem nur sieben Punkte, was aktuell noch zu wenig ist. Aber wir sind auf einem richtig guten Weg. Wir haben fünf Spiele in Folge nicht verloren. Das stimmt mich auf jeden Fall positiv. Aber das liegt daran, dass wir engagiert Fußball spielen, weil wir mit viel Herzblut auf dem Platz stehen. So muss es jetzt weiter gehen.

Auch Erwin feiert mit - Bilder von Schalkes Sieg gegen Mainz

Und wie geht es in einer Woche weiter, wenn das Revierderby ansteht?

Höwedes: Ich kann Ihnen sagen, wie es am Mittwoch im Pokalspiel beim 1. FC Nürnberg weiter geht. Da müssen wir absolut konzentriert auf dem Platz stehen.

Aber das Derby ist doch bestimmt schon in den Hinterköpfen?

Höwedes: Nein, das darf nicht in den Köpfen sein. Wir haben in Nürnberg eine brutal schwere Aufgabe vor der Brust. Das dürfen wir überhaupt nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nürnberg hat heute auch gewonnen und wird somit auch Selbstvertrauen haben. Fan-Freundschaft hin oder her, aber wir wollen in Nürnberg auf alle Fälle gewinnen. Wenn wir glauben, wir können da mal eben hinfliegen und die wegputzen, das funktioniert nicht.

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