Ex-Schalke-Manager

Heldt mürrisch: Diese Erkenntnis war schon vor Heidel da

+
Ex-Schalke-Manager Horst Heldt.

Gelsenkirchen/München - Horst Heldt wehrt sich in einer TV-Sendung gegen die Kritik, er habe die infrastrukturellen Probleme bei Schalke 04 nicht erkannt. Er erklärt, warum er nicht handeln konnte.

Seitdem Christian Heidel den Posten des Sportvorstandes bei Schalke 04 übernommen hat, bleibt bei dem Königsblauen kein Stein auf dem anderen. Der Manager arbeitet intensiv an der Verbesserung der Infrastruktur auf dem Vereinsgelände. Nur wenige Tage im Amt, hatte er die Begebenheiten im Umfeld als "nicht bundesligatauglich" bezeichnet. Es klang fast wie eine Kritik an seinen Vorgänger Horst Heldt. Dieser hatte das zumindest so aufgefasst und sich in der Expertenrunde bei "Sky90" dagegen gewehrt. "Die Erkenntnis, dass das Trainingsgelände nicht mehr auf dem höchsten Stand ist, die war schon weit vor Christian Heidel da", sagte Heldt: Ich musste mich ein paar Jahre lang für eine sogenannte Wohlfühloase rechtfertigen. Christian Heidel kommt und sagt, dass es nicht bundesligatauglich ist. Wo ist da die Wahrheit und wie ist die Gewichtung?"

Was Heldt in der Sendung sonst noch zu Schalke 04 gesagt hat, haben wir für Sie zusammengefasst.

Horst Heldt ...

… zur aktuellen finanziellen Situation bei Schalke 04: "Der entscheidende Unterschied zu den vergangenen Jahren ist, dass Schalke finanziell auf eine andere Ebene gekommen ist. Schalke profitiert ganz extrem von den gestiegenen TV-Einnahmen. Das sieht man an den Transfers, die man getätigt hat. Man ist auf einer anderen finanziellen Ebene und kann viel freier gestalten als in den Jahren vorher."

… zu seinem Verhältnis zu Clemens Tönnies: "Es war in meinen sechs Jahren eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Wir haben viele Themen miteinander abgestimmt. Wenn Clemens Tönnies in die Öffentlichkeit gegangen ist, dann hat er mich immer informiert. Er ist mit Sicherheit eine der wichtigsten Personen auf Schalke. Er hat schon vor meiner Zeit für den Verein gerade gestanden, sonst würde es den Verein nicht mehr geben. Er hat die Schechter-Anleihe damals komplett mit seinem Privatvermögen abgelöst. Da reden wir von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag, den er mal kurz zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn er sein Geld mittlerweile wieder zurückbekommen hat, stand er da und ist das Risiko eingegangen."

Auch Erwin feiert mit - Bilder von Schalkes Sieg gegen Mainz

… zu Christian Heidels Kritik an der schlechten Infrastruktur auf Schalke: "Da hat keiner etwas übersehen. Das Stadion war damals komplett fremdfinanziert. Danach hat man nicht weiter in Steine, sondern in die Mannschaft investiert. Die Erkenntnis, dass das Trainingsgelände nicht mehr auf dem höchsten Stand ist, die war schon weit vor Christian Heidel da. Wir haben schon weit vor ihm entschieden, das Trainingsgelände umzubauen. Im ersten Bauabschnitt werden 25 Millionen investiert. Aber es ist klar, wenn neue Besen kommen, dann haben die auch eine gewisse Allmacht und können Sachen forcieren, die im alten Vorstand kein breites Gehör gefunden haben. Ich musste mich ein paar Jahre lang für eine sogenannte Wohlfühloase rechtfertigen. Christian Heidel kommt und sagt, dass es nicht bundesligatauglich ist. Wo ist da die Wahrheit und wie ist die Gewichtung? Am Ende vom Tag haben die Bedingungen doch immer für den internationalen Wettbewerb gereicht. So schlecht kann es also nicht gewesen sein."

… zum Abgang von Leroy Sané: "Aus der Ferne ist es schwierig zu beurteilen. Es ist immer schwierig, wenn ein Spieler den Wunsch äußert, den Verein zu verlassen. Ich habe den Vertrag ausgehandelt, es gab keine Ausstiegsklausel. Der Verein hätte also ganz alleine entscheiden können. Er hatte die freie Entscheidung und hätte nein sagen können. Aber es ist auch sehr viel Geld reingekommen."

Verpassen sie keine Nachricht zum FC Schalke 04 und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare