Trotz erneuter Nicht-Berücksichtigung

"Ehrgeiz, den er nicht kanalisieren kann" - aber Schalke steht demonstrativ hinter Bentaleb

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Nabil Bentaleb steht bis 2021 bei Schalke 04 unter Vertrag.

Schalke stellt sich demonstrativ hinter Nabil Bentaleb, nachdem er beim Sieg gegen Hoffenheim erneut nicht im Kader stand. Aber der Algerier muss eine Sache dringend ändern.

Gelsenkirchen - Als Nabil Bentaleb die Katakomben der Schalker Arena verlassen hatte, kam ihm gerade sein Trainer entgegen. Domenico Tedesco klatschte den Algerier ab, umarmte ihn, ehe er ihn davonziehen ließ. Beinahe so, als gehörte der 23-Jährige zu den Matchwinnern beim 2:1-Sieg der Königsblauen gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Doch die die Sachlage war eine ganz andere. Der 20-Millionen-Einkauf stand zum zweiten Mal in Folge nicht im Kader und kam nun in fünf der sechs Rückrunden-Partien nicht zum Einsatz. Tedesco führte abermals „sowohl sportliche wie auch disziplinarische Gründe“ an: „Nabil ist super ehrgeizig, manchmal schießt er über das Ziel hinaus.“

Der Chefcoach betonte, dass er und Bentaleb vor der Begegnung gegen die Kraichgauer ein „super Gespräch“ gehabt hätten, in dem sich der Spieler einsichtig gezeigt habe: „Trotzdem war es wichtig, ihm klar zu sagen, was wir von ihm erwarten. Es gehört nicht nur dazu, dass er eine super Qualität hat, sondern er muss auch anderen etwas gönnen und sich freuen, wenn die Mannschaft gewinnt.“

Unterstützung vom Team

Bislang fehlte die Einsicht offenbar. Dass er seine Teamkollegen via Instagram mit einem „Come on, Boys“ – also „Auf geht‘s, Jungs“ – anfeuerte, war nach Außen eine auffällige Geste, um zu zeigen, dass Bentaleb es tatsächlich begreift. Allerdings muss diese Einstellung eine dauerhafte werden.

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Bentalebs Problem: „Er hat einen Ehrgeiz, den er nicht kanalisieren kann“, wie es Manager Christian Heidel erklärte. Dabei ist er sicher: „Er wird sich verändern, denn er will ja spielen.“ Dennoch dürfte sein Verhalten auch in der Truppe negativ aufstoßen – auch wenn sie demonstrativ hinter dem Algerier steht.

„Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir Nabil und seine Qualität brauchen“, meinte Thilo Kehrer: „Dass er sehr streng zu sich ist und das dementsprechend zeigt, ist sein Charakter. Den kann und will keiner ändern.“ Torschütze Beel Embolo sagte: „Wir müssen ihn als Mannschaft da rausholen.“ Tedesco erklärte, dass das Thema nach der Partie abgehakt war, „weil wir null nachtragend sind. Wir brauchen und wollen seine Qualität.“

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