Erstes Pflichtspiel

Deshalb hat Schalke-Trainer Tedesco großen Respekt vor dem 1. FC Schweinfurt

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Den Schalter umlegen, anstatt am Handy zu spielen: Breel Embolo (links) und Amine Harit während des Trainingslagers in Mittersill vor gut zwei Wochen.

Die Vorbereitung ist beendet, ab Freitag gilt's: Der FC Schalke 04 muss im DFB-Pokal beim 1. FC Schweinfurt 05 antreten.

Gelsenkirchen - Es klang in dieser Woche beizeiten so, als könnte das erste Pflichtspiel der neuen Saison für den FC Schalke 04 ein furchterregendes Ereignis werden. Domenico Tedesco beschrieb die Fahrt zum DFB-Pokal-Erstrundenspiel als Trip in einen „Hexenkessel“, in dem ein Gegner warten würde, „der voll im Saft“ stehe. Die schreckliche Mannschaft, auf die die Schalker da treffen, heißt 1. FC Schweinfurt 05.

Würden die Königsblauen am Freitag (20.45 Uhr, bei uns im Live-Ticker) im Willy-Sachs-Stadion am fränkischen Regionalligisten scheitern, wäre es in der Tat ein Horrorstart für die ambitionierten Westfalen. Der „Hexenkessel“ fasst übrigens exakt 15 060 Zuschauer. Und vielleicht macht es den Schweinfurtern Mut, dass sie dem FC Schalke 04 hier zumindest schon mal ein 2:2-Remis abgetrotzt haben: im Eröffnungsspiel des Stadions im Jahre 1936.

"Im Schongang werden wir dort nicht bestehen"

Tedescos scheinbar übertriebene Vorsicht vor dem Viertligisten hat allerdings durchaus seine Berechtigung. Die Geschichte des DFB-Pokals ist voll mit seltsam anmutenden Pleiten von hochfavorisierten Teams in der ersten DFB-Pokalrunde. Und zumeist lag die Ursache dafür in der Selbstüberschätzung des Favoriten.

„Im Schongang werden wird dort nicht bestehen“, warnt deshalb Tedesco, der fordert: „Wir müssen alles abrufen.“ Diesen Sinneswandel nach der Vorbereitungszeit mit seinen meist belanglosen Testspielen hervorzurufen, ist die Hauptaufgabe des 32-jährigen Trainers. Tedesco nennt es schlicht „den Schalter umlegen“.

Erster Prüfstein für das neuformierte Team

Das Spiel in Unterfranken wird so zum ersten Prüfstein des neuformierten Schalker Teams. „Der Pokal ist eine gute Möglichkeit, gut in die Saison zu starten“, sagt Tedesco: „Er hat einen hohen Stellenwert für uns.“ Zumal die Knappen erst in der vergangenen Saison das Vergnügen hatten, bis ins Halbfinale vorzudringen, wo sie knapp am späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt gescheitert waren.

Neben dem Erfolgserlebnis wird sich Tedesco auch die ein oder andere Erkenntnis erhoffen. Von den Neuzugängen werden voraussichtlich nur Mark Uth und Salif Sané in der Startformation stehen. Der Einsatz von Omar Mascarell (Fasrerriss) ist ausgeschlossen. Und auch Suat Serdar (Bänderdehnung im Knie) könnte noch geschont werden. Fraglich wird auch der Einsatz von Amine Harit, Cedric Teuchert und Daniel Caligiuri sein. Yevhen Konoplyanka (Faserriss) wird auf alle Fälle ausfallen.

Schweinfurt seit sechs Spielen unbesiegt

Während Schweinfurts Trainer Timo Wenzel nach sechs Spielen ohne Niederlage und dem damit einhergehenden dritten Tabellenplatz die Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft schon ganz gut einschätzen kann, wird Tedesco am Freitag im Willy-Sachs-Stadion ganz genau hinsehen. Die Konkurrenz innerhalb des Teams ist auf vielen Positionen größer geworden, der Kader in der Breite angewachsen. Und er könnte ja schließlich auch noch ein bisschen größer werden. Nach dem vollzogenen Wechsel von Thilo Kehrer nach Paris St. Germain könnte der offenbar angepeilte Transfer von Mittelfeldspieler Sebastian Rudy von Bayern München vollzogen werden. Zudem wollen die Schalker auf alle Fälle noch einen weiteren Spieler für die linke Außenbahn verpflichten.

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