Remis bei Union Berlin

Schalkes Trainer Wagner will keine Alibis, aber: "Das alles zeigt, wie viel Not wir haben"

Wieder kein Sieg für Schalke. Trainer David Wagner wollte nach dem Remis bei Union Berlin keine Alibis suchen. Dennoch sei vieles aus der Not geboren.

  • Mit dem Remis bei Union Berlin gelang Schalke 04 auch im zwölften Spiel in Folge kein Sieg.
  • Trainer David Wagner musste in der Aufstellung in Sachen Personal wie auch in puncto Taktik tüfteln.
  • Als Ausrede will er das dennoch nicht verstanden wissen.

Berlin - Es wird einfach nicht still rund um Schalke 04. Dennoch will Trainer David Wagner (48) will die Turbulenzen in der Führungsetage um den Rückzug von Finanzvorstand Peter Peters  (57) nicht als Alibi für schlechte Leistungen seiner Mannschaft akzeptieren.

"Wir werden nicht nach Entschuldigungen suchen, sondern nach Lösungen. Dass wir in diesem Verein vielfältige Schwierigkeiten haben, ist auch hinlänglich bekannt", sagte der Chefcoach der Königsblauen nach dem 1:1 der Königsblauen am Sonntag beim 1. FC Union Berlin.

Indirekt bestätigte Wagner aber auch, dass die Störgeräusche rund um das Aus von Peters das Team beschäftigen. "Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft versucht, und das hat sie auch geschafft, sich auf dieses Spiel einzulassen und das wird sie auch in Zukunft schaffen", sagte der Trainer.

Schalke und die "Not": Trainer Wagner droht alleiniger Negativrekord

Nach zwölf Spielen ohne Sieg droht Schalke bei einem weiteren Misserfolg am Sonntag (18 Uhr/im Live-Ticker auf WA.de) gegen Bayer Leverkusen ein Vereins-Negativrekord. "Es würde mich natürlich alles andere als glücklich stimmen, aber weder im Erfolg noch im Misserfolg geht es dabei um mich", sagte Wagner auf die Frage, ob es ihn ärgern würde, als erster Schalke-Trainer 13 Spiele ohne Sieg zu bleiben.

Schalkes Trainer David Wagner gab zu, dass personell und taktisch gegen Union Berlin vieles "aus der Not geboren" war.

Nach dem ersten Punktgewinn seit dem Wiederbeginn der Bundesliga nach der Corona-Zwangspause ist Schalke mit 38 Zählern Tabellenzehnter mit nur noch geringen Aussichten auf einen Europapokal-Startplatz.

Wagner bezeichnete diverse taktische und personellen Entscheidungen für die Aufstellung im Spiel gegen Union als "aus der Not geboren", wie den Einsatz von Salif Sané im defensiven Mittelfeld und den von Bastian Oczipka als Manndecker in der Innenverteidigung.

Schalke und die "Not": Fight stimmt Trainer Wagner zufrieden

"Das alles ist aus der Not geboren und das zeigt, wie viel Not wir haben", sagte Wagner. Dennoch habe sein Team gegen Union aus seiner Sicht nicht enttäuscht. Er sei mit "dem Fight, den die Jungs angeboten haben absolut einverstanden".

Ähnlich sah es Daniel Caligiuri (32). "In unserer Situation läuft nicht alles wie am Fließband, aber wir versuchen, uns da freizukämpfen", meinte er bei Sky: " Schalke ist bekannt dafür, über die Mentalität zu kommen, über das Kämpferische. Wir haben das gut gemacht, trotzdem wollten wir drei Punkte mitnehmen. Aber erst einmal haben wir nicht verloren." dpa/mg

Rubriklistenbild: © picture alliance/Michael Sohn/AP POOL/dpa

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