Cyber-Training

Warum Schalkes Coach Wagner die Coronavirus-Pandemie als Chance sieht

Schalke 04 setzt in der Coronavirus-Krise auf Home Office und Cyber-Training. Coach David Wagner sieht die aktuelle Situation auch als Chance.

  • Schalke 04 reagiert auf die Coronavirus-Krise und die damit verbundenen Auflagen des Landes.
  • Die Profis der Königsblauen trainieren weiterhin im Home Office. 
  • Chefcoach David Wagner und sein Trainerteam erweitern die Einheiten aber um eine besondere Komponente.  

Update vom 30. März, 8.50 Uhr: Schalkes Trainer David Wagner sieht in der Coronavirus-Pandemie auch eine Chance, als Gesellschaft daraus zu lernen. "Eines vorweg: Die Gesundheit der Menschen bleibt in diesen Tagen und Wochen das Wichtigste. Wir wollen gemeinsam die schwierige Zeit durchstehen und den Coronavirus so gut wie möglich überstehen", sagte Wagner am Sonntag nach Angaben des Vereins.

Weiter meinte er: "Wenn mich persönlich diese Krise eines gelehrt hat, dann das: Wir alle bedingen und brauchen einander – weltweit. Diese Erkenntnis werden wir uns hoffentlich auch dann bewahren, wenn Corona gestoppt ist."

Den freiwilligen Gehaltsverzicht der Lizenzspieler-Abteilung zu Gunsten der übrigen Mitarbeiter im Schalke-Konzern betrachtet der 48-Jährige als "selbstverständlich". In diesen Zeiten müsse man sich für "die Mitarbeiter des Vereins engagieren". Dies hätten Spieler wie Trainerstab und Staff "sehr schnell und unmissverständlich thematisiert".

Diese "Haltung" stehe für ihn unter der Überschrift "Anpacken", betonte der Familien-Vater. "Seit Saisonbeginn, als wir keine einfache Ausgangslage vorgefunden haben, packt unsere Mannschaft an. Zunächst auf dem Platz und nun ebenso im Klub. Für mich ist dieses Verhalten nicht neu, denn ich erlebe das Team Tag für Tag und daher kenne ich Charakter und Mentalität unserer Gruppe."

Coronavirus: Schalkes Profis weiter im Home Office - mit besonderem Zusatz

Update vom 28. März, 8.42 Uhr: Wenig überraschend trainieren die Profis von Schalke 04 aufgrund der Coronavirus-Krise weiter im Home Office. Beim weiteren Programm hat sich Chefcoach David Wagner mit seinem Trainerteam aber noch eine besondere Komponente für die Profis einfallen lassen.

Denn fortan sind die Spieler während ihrer Übungen zu Hause durch einen Video-Call miteinander verbunden. "Für uns als Mannschaftssportler ist es enorm wichtig, im Team interagieren zu können, selbst wenn wir räumlich getrennt sind", sagt Wagner über das Schalker Cyber-Training: "Gleichzeitig können unsere Athletiktrainer die Einheiten steuern und bei den Übungen optimierend eingreifen."

Schalke hält sich damit an die aktuellen behördlichen Vorgaben in Nordrhein-Westfalen zur Eindämmung des Coronavirus, die unverändert noch kein Training in größeren Gruppen erlauben. Wagner: "Wie jeder Arbeitnehmer würden wir natürlich am liebsten schnellstmöglich unserem Beruf wieder dort nachgehen, wo wir ihn ausüben: auf dem Rasen. Deswegen prüfen wir aktuell alle Möglichkeiten, dieses im Training unter Einhaltung aller Vorgaben und Vorsichtsmaßnahmen umsetzen zu dürfen."

Immerhin: In der Phase des ruhenden Bundesliga-Spielbetriebs konnten einige Profis ihre Verletzungen optimal auskurieren. Salif Sané, Juan Miranda und Nick Taitague wären bereits in der Lage, am Mannschaftstraining teilzunehmen. Mit Daniel Caligiuris vollständiger Genesung nach seinem Bänderanriss im Knie rechnet Schalke im Verlauf des Aprils.

Coronavirus: Wagner bittet Schalker Profis zum Treffen - Gehaltsverzicht fix

Update vom 27. März, 15.28 Uhr: Es ist offiziell. In Zeiten der Coronavirus-Krise zeigen sich Profis, Trainer, Betreuer und Vorstand von Schalke 04 solidarisch und verzichten auf Teile ihres Gehalts sowie auf Prämien. Dazu gibt es nach Klub-Angaben eine Anpassung der Bezüge bis zum 30. Juni 2020.

Update vom 26. März, 8.38 Uhr: Auch wenn das DFL-Präsidium erst jüngst vorgeschlagen hat, due Bundesliga-Pause aufgrund des Coronavirus vorerst bis zum 30. April zu verlängern, bleibt es bei Schalke 04 dabei, dass es am Ende dieser Woche zu einem Treffen auf dem Klub-Gelände kommen soll.

"Wir halten an unserer Idee fest, den Mannschaftsverbund zum Ende dieser Woche zu Treffen wieder nach Schalke zu holen. Dort werden wir informieren und besprechen, wie wir die nächsten Wochen angehen werden", sagt Schalkes Cheftrainer David Wagner und betont: "Natürlich halten wir uns dabei an alle Vorgaben der Behörden und werden dies in mehreren Terminen in Kleingruppen am Donnerstag und Freitag umsetzen."

Gut möglich, dass es dabei auch um Gehaltsverzichte geht. Der Schalker Mannschaftsrat habe bereits signalisiert, mit Kürzungen einverstanden zu sein. Auch das Trainerteam Chefcoach Wagner und der dreiköpfige Vorstand mit Alexander Jobst, Peter Peters und Jochen Schneider ist zu Einschnitten bereit. Beschlossen ist aber noch nichts.

Coronavirus: Schalke 04 verlängert Home-Office für die Profis

Update vom 20. März, 12.58 Uhr: Ab Montag wollten die Profis von Schalke 04 auf dem Vereinsgelände trainieren. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und in kleineren Gruppen. Daraus wird allerdings nichts. Wie die Bild berichtet, haben die S04-Verantwortlichen auf die Coronavirus-Pandemie reagiert und eine Verlängerung eines Verbots für das Mannschaftstraining ausgesprochen. Darauf einigten sich Trainer David Wagner und Sportvorstand Jochen Schneider.

Bedeutet: Die Schalker Profis verbringen ihre aktuell spielfreie Zeit im Home-Office und wohl weiterhin auf Instagram mit der #tentouches-challenge, bei der die Akteure im heimischen Wohnzimmer mit Toilettenpapier jonglieren.

Coronavirus: Schalke lässt Spieler eine Woche zu Hause

Update vom 16. März, 17.33 Uhr: Die Profis von Schalke 04 trainieren bis einschließlich Sonntag nach einem individuell erstellten Plan zu Hause, wie die Königsblauen mitteilten. Am Montag darauf soll dann wieder die erste Trainingseinheit auf dem Platz finden - aufgrund des Coronavirus allerdings nach wie vor nicht-öffentlich und ohne Zuschauer und Fans.

Das Trainingszentrum auf dem Schalker Klub-Gelände bleibe allerdings "täglich mehrere Stunden geöffnet", damit die Spieler mit Physiotherapeuten und Athletik-Trainern arbeiten können. So können die derzeitigen Rekonvaleszenten Salif Sané, Juan Miranda, Benjamin Stambouli, Daniel Caligiuri und Nick Taitague ihr Programm dort fortsetzen.

"Die Langzeitverletzten Omar Mascarell und Ozan Kabak absolvieren seit einigen Tagen ihr Reha-Programm in Teneriffa bzw. Istanbul", teilte der Verein mit.

Die DFL hatte am Montag entschieden, dass der Spielbetrieb in der Bundesliga vorerst bis zum 2. April ruht.

Update vom 16. März, 14.43 Uhr: Der FC Schalke 04 reagiert auf die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus und hat weitere Maßnahmen beschlossen. Wie der Klub nun mitteilte, "werden ab sofort der Fanshop an der Geschäftsstelle, der Shop in der Gelsenkirchener Innenstadt sowie der Store im Limbecker Platz in Essen geschlossen".

Darüber hinaus bleibe vorerst auch das Service Center geschlossen. Der Verein lässt wissen: "Der Kundenservice ist aber natürlich weiterhin unter der 01806 | 221904 (0,20 €/Anruf aus dem Festnetz; max. 0,60 €/Anruf aus dem Mobilfunknetz) und unter kundenservice@schalke04.de erreichbar."

Update vom 11. März, 10.45 Uhr: Jetzt ist es auch bei der Stadt Gelsenkirchen offiziell: Alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 erwarteten Zuschauern werden bis auf Weiteres abgesagt "oder können nur unter bestimmten Auflagen stattfinden", heißt es seitens der Kommune.

Das bedeutet: Mindestens das nächste Heimspiel von Schalke 04 am Samstag, 21. März, gegen den FC Augsburg findet ohne Zuschauer in der Arena statt.

Update vom 10. März, 16.55 Uhr: Der Verdacht, dass sich ein Mitarbeiter des Fanshops auf Schalke mit dem Coronavirus infiziert habe, habe sich nicht bestätigt. Das berichten Bild und Sky übereinstimmend.

Update vom 10. März, 14.47 Uhr: Auf Schalke gibt es offenbar den ersten Coronavirus-Fall in der Bundesliga. Wie die Bild berichtet, bestehe der Verdacht, dass sich ein Mitarbeiter des Fanshops auf dem Klub-Gelände infiziert habe. Daher habe der Shop am Montag vorzeitig schließen müssen.

Dem Bericht zufolge wurde der betroffene Mitarbeiter umgehend getestet, das Ergebnis stehe jedoch noch aus, heißt es. Weiter schreibt die Bild, dass am Dienstag ein Trupp zur Desinfektion des Fanshops auf Schalke herausgerückt sei.

Schalke hatte darüber hinaus am Dienstag erklärt, bis auf Weiteres nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu trainieren.

Coronavirus: Schalke streicht öffentliche Trainingseinheiten

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 zieht Konsequenzen aus der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Als Maßnahme zur gesundheitlichen Risikominimierung teilte der Verein am Dienstag mit, dass alle Trainingseinheiten bis auf Weiteres unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollen. Das gelte sowohl für die Bundesliga-Mannschaft wie auch für alle anderen Teams des Vereins.

Schalkes Trainer David Wagner.

Diese Maßnahme betrifft auch das Abschlusstraining vor dem Revierderby am Samstag bei Borussia Dortmund, zu dem in der Vergangenheit traditionell viele Zuschauer erschienen sind. Die Partie beim BVB werde ebenfalls ohne Zuschauer und damit als Geisterspiel ausgetragen, wie die Stadt Dortmund am Dienstag bestätigte.

Zudem hat der FC Schalke 04 seine Spieler angehalten, vorerst nicht mehr für Selfies und Autogrammwünsche der Fans zur Verfügung zu stehen. Rund 600 Personen haben sich mittlerweile in NRW mit dem Coronavirus infiziert.

Rubriklistenbild: © dpa

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