Ex-Schalke-Sportchef

"Auf Ruhestand habe ich noch keine Lust": Schalkes Ex-Sportvorstand Heidel über seine Zukunft im Fußball

Nach seiner Zeit bei Schalke 04 hat sich Christian Heidel Zeit für sich genommen. Nun peilt er eine Rückkehr ins Fußball-Geschäft an.

  • Christian Heidel trat im Februar 2019 als Schalker Sportvorstand zurück.
  • Anschließend erlitt er einen Schlaganfall.
  • In einem Interview sprach Heidel über seine berufliche Zukunft.

Update vom 20. April, 13.30 Uhr: Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Christian Heidel sein Amt als Sportvorstand beim FC Schalke 04 niedergelegt hat. Anschließend gönnte sich der 56-Jährige eine Pause vom anstrengenden Fußball-Geschäft - bewusst, wie er sein Sabbatical bezeichnet.

Nach seinem im Sommer 2019 erlittenen Schlaganfall ist Christian Heidel wieder in Besitz seiner Kräfte und bereit für neue Aufgaben. "Nein, auf Ruhestand habe ich noch keine Lust", verrät Heidel in einem Interview mit goal und spox. Nach den Vorfällen im vergangenen Jahr habe sich der gebürtige Mainzer Gedanken gemacht und letztendlich einen Entschluss gefasst. "Das Ergebnis war, dass ich, wenn ich mich richtig erholt habe und sich das Richtige ergibt, auf jeden Fall arbeiten werde", so Heidel.

Christian Heidel: Schalkes Ex-Sportvorstand über seine Zukunft im Fußball

30 Jahre lang war Heidel in der Fußball-Branche tätig. Zu lange, um ihr von heute auf morgen den Rücken zuzukehren. Eine Rückkehr ist möglich, aber nicht zwangsläufig. "Grundsätzlich kann ich mir viele Funktionen im Fußball vorstellen, habe aber auch genug Fantasie, um mich auch in anderen Bereichen zu sehen", wird Heidel zitiert.

Ein konkretes Ziel konnte und wollte Heidel, der sich in den vergangenen Monaten aus der Öffentlichkeit raus gehalten hatte, nicht benennen. "Das Letzte, was ich in den letzten Monaten seit meinem Weggang auf Schalke wollte, war mich irgendwo ins Spiel zu bringen", verdeutlichte Heidel, er sei nicht aktiv auf Jobsuche. 

Gute Nachrichten: Christian Heidels Gesundheitszustand ist nach seinem erlittenen Schlaganfall deutlich verbessert.

"Ich hätte in alle Talkshows gehen können, aber ich habe mich bewusst zurückgehalten, wollte nicht den Besserwisser geben und auch keine schlauen Kommentare zum aktuellen sportlichen Geschehen in der Bundesliga abgeben", sagt er. Noch ist unklar, ob und wann Christian Heidel auf die Bundesliga-Bühne zurückkehrt. Zumindest kategorisch schließt er eben jene nicht aus.

Christian Heidel: "Ich hatte Riesenglück"

[Ursprungsmeldung] Mainz - Rund vier Monate ist es her, als Christian Heidel, ehemaliger Sportvorstand des Fußball Bundesligisten FC Schalke 04, während seines Türkei-Urlaubs einen Schlaganfall erlitten hatte.

Mittlerweile scheint sich der 56-Jährige erholt zu haben. "Ich fühle mich fitter als davor", sagte Heidel in einem Interview mit der Allgemeinen Zeitung. "Ich hatte Riesenglück, mehr Glück als Verstand und dazu gute Ärzte", so der gebürtige Mainzer.

Christian Heidel: Keine weiteren Auftritte in der Öffentlichkeit in naher Zukunft

Sein ehemaliger Klub Schalke 04, bei dem Heidel Ende Februar offiziell von seinem Posten zurückgetreten war, reagierte im August bestürzt über die Meldung. Clemens Tönnies hatte höchstpersönlich bei der Versorgung geholfen, als er per Privatjet einen Professor der Uni-Klinik Mainz in die Türkei geschickt hatte.

Wie fit sich Heidel mittlerweile wieder fühlt, verdeutlichen seine Pläne für die anstehenden Feiertage. Denn an Weihnachten plant Heidel einen Ausflug nach England, um sich am 26. Dezember das Duell zwischen Leicester City und FC Liverpool anzuschauen - mit einem Besuch bei seinem Freund Jürgen Klopp.

"Kloppo ist das Gesamtpaket eines idealen Trainers. Da passt alles: ein Supertyp, eine alles überstrahlende Aura, ein Weltklassetrainer. Und wenn er nun auch noch Englischer Meister wird, hat er alles, was man sich von ihm erhofft hat, in Rekordzeit erreicht", so Heidel.

sven

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Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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