Sieg gegen Galatasaray

Schalke sichert sich mit spielerischem Fortschritt Europa

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Guido Burgstaller (rechts) leitete mit seinem frühen Treffer den Schalker Sieg gegen Galatasaray Istanbul ein.

Ein Torwart-Patzer leitet Schalkes Champions-League-Sieg gegen Galatasaray Istanbul ein. Damit macht Königsblau einen wichtigen Schritt Richtung Achtelfinale. Europa wird es nach dem Winter sowieso.

Gelsenkirchen - Die Serie hält. Schalke 04 ist seit nun acht Europapokal-Partien in der eigenen Arena ungeschlagen. Doch der verdiente 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Galatasaray Istanbul bedeutete mehr: Zwar war der „Dreier“ gegen die Türken für die Königsblauen erst einmal nicht mehr als ein wichtiger Schritt Richtung Champions-League-Achtelfinale, doch die Teilnahme in der Europa League nach der Winterpause ist ihnen jetzt schon nicht mehr zu nehmen.

Der Plan klang in Vorfeld recht simpel: Cheftrainer Domenico Tedesco wollte, dass seine Mannschaft da anknüpft, wo sie drei Tage zuvor beim 3:1-Sieg gegen Hannover 96 aufgehört hatte. Es war sogar eine Steigerung. Königsblau agierte mutig. Druckvoll. Bewies, dass es auch Fußballspielen kann. Und belohnte sich dafür früh.

(Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Es lief die vierte Minute, als Amine Harit Stürmer Guido Burgstaller auf die Reise geschickt hatte. Eigentlich hatte sich der Österreicher den Ball zu weit vorgelegt und wurde darüber hinaus clever von Serdar Aziz abgeschirmt. Gala-Keeper Fernando Muslera eilte zur rechten Strafraumgrenze, musste den Ball aber wieder loslassen, um kein Handspiel außerhalb des Sechzehners zu riskieren. Burgstaller schaltete schnell, ergatterte sich die Kugel und traf aus spitzem Winkel ins verwaiste Tor zum 1:0. Fehler eiskalt ausgenutzt.

Gala nur kurz geschockt

Besser hätte der Start ins vierte Match der Gruppenphase kaum verlaufen können. Zumal die Istanbuler eine Weile benötigen, um den Schock zu verdauen. Doch der aktuellen Liga-Zweiten der Türkei schüttelte sich – und es entwickelte sich ein Duell mit phasenweise hohem Tempo, allerdings auch einer hohen Anzahl von Ballverlusten. Weshalb Tedesco, der Startelf im Vergleich zur Partie gegen Hannover mit Sebastian Rudy und Guido Burgstaller anstelle von Nabil Bentaleb und Suat Serdar auf zwei Positionen verändert hatte, immer wieder zur Ruhe mahnte.

Knappen triumphieren über Galatasaray

Oft, wenn es dann mal flott und sauber nach vorne ging, sprangen auch gute Möglichkeiten für Königsblau heraus, die mehrfach ein mögliches 2:0 und damit weiteren Lohn für einen guten Auftritt verpassten: Harit schoss aus zehn Metern über das Tor (21.), Alessandro Schöpf verpasste knapp vor Muslera (27.), Sebastian Rudy knallte die Kugel aus 20 Metern an den den rechten Pfosten, ehe Burgstaller kurz darauf zu unplatziert abschloss (38.).

Doch auch Gala fand mit zunehmender Spieldauer besser hinein. Nicht immer gelang es der sonst weitgehend sattelfesten und aufmerksamen Defensive der Königsbauen, Istanbuler Versuche im Keim zu ersticken. Mit einer Glanztat verhinderte Schalkes Torhüter Alexander Nübel an der 16-Meter-Linie gegen Henry Onyekuru das mögliche Remis (17.). Garry Rodrigues vergab derweil nach einem Konter aus 14 Metern (28.).

Embolo im passiven Abseits

Die Istanbuler ließen nach dem Seitenwechsel allerdings nichts unversucht und erhöhten den Druck. Schalke wirkte zunächst wie eingedrückt im eigenen Drittel. Doch die Tedesco-Elf bewahrte Ruhe und Nerven – um dann eiskalt zuzuschlagen.

Königsblau baute ordentlich auf, Daniel Caligiuri legte von der Grundlinie ab für Mark Uth, der aus zehn Metern unbedrängt und souverän einnetzte (57.). Dass Breel Embolo dabei passiv im Abseits und leicht im Sichtfeld von Muslera gestanden hatte, ahndete das schottische Schiedsrichtergespann um Referee William Collum nicht. Glück für die Knappen in der seit Wochen mit 54.740 Zuschauern ausverkaufen Arena, in der beide Fanlager lautstark für Stimmung sorgten. Wobei die Gäste-Anhänger immer verstummten, weil auch von ihrem Team auf dem Rasen nicht mehr allzu viel gekommen war.

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