Schalkes Winter-Einkauf

Sancho als Ansporn: Rabbi will auf Schalke durchstarten

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Rabbi Matondo wechselte im Winter von Manchester City zu Schalke 04.

Rabbi Matondo weiß, dass er auf Schalke noch Anpassungszeit braucht. Dennoch hat der klare Ziele vor sich - und sieht den Vergleich mit Jadon Sancho als Herausforderung.

Gelsenkirchen - Eifrig sprintet Schalkes Neuzugang Rabbi Matondo den linken Flügel auf und ab, verdribbelt sich, leitet nicht rechtzeitig weiter auf den freistehenden Teamkollegen Cedric Teuchert, der ihn dafür prompt in die Pflicht nimmt. In einer kurzen Unterbrechung gesellt sich der neue Abwehrchef Salif Sané zum 18-jährigen Waliser, gestikuliert, zeigt ihm den Weg. Der Flügelflitzer muss sich noch anpassen, wie er selber behauptet.

„Tagelang“ könnte Matondo von seinen Idolen Thierry Henry, Cristiano Ronaldo, Messi oder Ronaldinho sprechen. Genau so viel Zeit investierte er in das Studium von Youtube-Videos, analysierte Dribblings und Finten.

Ein Spieler, der begeistert, will auch der 18-Jährige werden. Der Weg dahin ist noch ein weiter. Beginnen soll er in der Bundesliga beim FC Schalke 04, weg von der U23 von Manchester City, hin zu einer etablierten Bundesliga-Mannschaft. Eine Herausforderung, „die ich bewusst gewählt habe“, sagt Matondo. „Ich bin glücklich, dass der Verein mir diese Möglichkeit bietet und ich hoffe, dass ich das mit Leistung zurückzahlen kann“, sagt der Offensivspieler.

"Es könnte härter sein"

Matondo möchte jetzt durchstarten. Auch mit Blick auf die Nationalmannschaft, in der er am 20. November des vergangenen Jahres beim 0:1 gegen Albanien unter Trainer und Manchester-United-Legende Ryan Giggs sein Debüt feierte. Auf Schalke will er sich „in den Vordergrund spielen“, so Matondo. Vielleicht schon am Samstag im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker), bei dem er Unterstützung seines Bruders in der neuen Heimat erwartet.

Leicht falle es ihm nicht, getrennt von seiner Familie zu leben. Gewohnt ist er es dennoch: „Ich war erst 15, als ich von Cardiff nach Manchester gezogen bin, das sind auch dreieinhalb Stunden Fahrt. Es ist hart, aber es könnte härter sein, wenn ich meine gesamte Zeit Zuhause verbracht hätte.“

Einen Preis, den der Waliser gerne zahlt, suchte er doch die Herausforderung: „Es wäre einfacher für mich gewesen, in England zu bleiben. Aber ich wollte diesen Schritt unbedingt gehen“, sagt Matondo mit Blick auf Jadon Sancho, ebenfalls aus der Jugendakademie von Manchester City stammend und zurzeit beim Reviernachbarn Borussia Dortmund durchstartend.

Matondos Ziel: erstes Bundesliga-Tor

Als Last sieht er einen naheliegenden Vergleich der beiden Youngster nicht: „Druck verspüre ich nicht. Ich sehe es mehr als Herausforderung“, sagt Matondo, der sich als Ziel sein erstes Bundesliga-Tor in dieser Saison setzt, trotz einiger Umstellungen: „Ich muss mich noch anpassen“, gibt er offen zu.

Der Waliser präsentiert sich bodenständig, reif und realistisch. Er weiß, dass noch viel Arbeit auf ihn zukommt: „Es gibt viele Bereiche meines Spiels, die ich noch verbessern kann“, sagt er, fügt aber selbstbewusst an: „Ich werde das schaffen, ich bin ja noch jung.“ Ganz allein schaffen muss er das allerdings nicht: Matondo, noch im Hotel wohnend, traute sich bislang nicht hinters Steuer in Deutschland. Gut, dass Jeffrey Bruma als Taxifahrer einspringt.

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