Ex-Dortmunder

Der Bremer Erfolg lindert Sahins Trennungsschmerz

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Nuri Sahin setzte sich mit Bremen beim FC Schalke durch.

Seit seinem zwölften Lebensjahr spielte Nuri Sahin mit insgesamt dreijähriger Unterbrechung für Borussia Dortmund. Im Sommer wechselte der 30-Jährige an die Weser. Den Höhenflug mit dem SV Werder Bremen genießt er in vollen Zügen.

Gelsenkirchen - Nach dem Hinweis, dass Werder Bremen auf den zweiten Tabellenrang geklettert war, zog Nuri Sahin die gepflegten Augenbrauen hoch und fragte: „Echt?“ Und schob dann noch die ironische Nachfrage hinterher: „Und wer ist Erster?“

Dass sein Ex-Klub Borussia Dortmund an der Tabellenspitze steht, dürfte dem gebürtigen Meinerzhagener trotz der großartigen Serie von Werder Bremen ein wenig das Herz zerreißen. 

Seine Verbundenheit zum BVB, bei dem er mit insgesamt dreijähriger Unterbrechung durch Wechsel zu Feyenoord Rotterdam (2007-2008), Real Madrid (2011-2012) und FC Liverpool (2012-2013) seit seinem zwölften Lebensjahr gespielt hat, ist nach wie vor riesig. Doch der Erfolg, den der 30-Jährige nun mit Bremern feiert, scheint viel von dem Trennungsschmerz zu lindern. Seit Sahin in diesem Sommer an die Weser wechselte, geht es dort stetig bergauf.

"Nicht nur eitel Sonnenschein"

„Acht Spiele, 17 Punkte. Das ist gut“, bewertet Sahin die derzeitige Situation bei seinem aktuellen Arbeitgeber. Und weist gleichzeitig auf die jüngere Vergangenheit der Bremer hin: „Die letzten Jahre wahr hier nicht nur eitel Sonnenschein, dass muss man ja mal sagen.“

Nun ist Sahin jedoch Teil eines gut funktionierenden Kollektivs, das vor allem durch seine enorme Abgeklärtheit auffällt. „Wir haben reif gespielt“, interpretiert Sahin diese Abgezocktheit etwas anders: „Wenn wir ins Rollen kommen, können wir insbesondere im Mittelfeld sehr gut kicken.“

Der Ex-Dortmunder sieht bei seinem neuen Klub mittlerweile „einen Riesen-Entwicklungsschritt, den wir gemacht haben“. Am Samstag hob Sahin nicht nur die Leistung von Doppel-Torschütze Maximilian Eggestein oder den überragenden Spielmacher Max Kruse hervor, sondern auch die des gesamten Kollektivs. „Wir haben von der Nummer eins bis zur Nummer 14 ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Sahin.

Charaktere im Team

Eine Erklärung dafür ist für den Sauerländer: „Wir haben Charaktere in der Mannschaft. Wir haben Jungs, die Kilometer abreißen ohne Ende. Im Moment passt es.“ 

Zudem stimme auch die Ausbeute, die sich die Mannschaft erarbeite: „Wir sind punktemäßig stabil. Wenn du gut spielst und keine Punkte holst, macht es keinen Spaß.“ Davon können die Schalker in dieser Saison bereits mehrere Lieder singen. Vielleicht sollten sie sich den Hinweis von Sahin über die Kabinentür hängen: „Aber wenn du punktest, ist es echt cool.“

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