Breitenreiter vor Spiel gegen Aufsteiger Darmstadt: "Gefährliche Situation"

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André Breitenreiter.

Gelsenkirchen - André Breitenreiter ist zwar noch nicht allzu lange Bundesliga-Trainer, doch in einer Beziehung hat er einen recht frischen und bereits großen Erfahrungsschatz: In der vergangenen Saison war er beim SC Paderborn selbst Übungsleiter bei einem heißblütigen Aufsteiger, weshalb der 41-Jährige auch „weiß, was am Samstag auf uns zukommt“.

Denn dann (15.30 Uhr) ist der SV Darmstadt 98 zu Gast in der Schalker Arena. „Es ist eine ganz gefährliche Situation. Und ich bin genau der Richtige, diese Situation zu verstehen“, sagt Breitenreiter, der sich auf Schalke innerhalb kürzester Zeit von einem skeptisch betrachteten Trainer-Rookie zu einem respektierten Fußball-Lehrer entwickelt hat – nicht nur bei den Fans, sondern ganz offenbar auch bei den Spielern. Beide Gruppierungen hat Breitenreiter übrigens ausdrücklich vor den „Lilien“ aus Darmstadt gewarnt: „Die Mannschaft und die Fans werden am Samstag Geduld aufbringen müssen.“

Bislang hat es Breitenreiter geschafft, dass seine Forderungen erhört und meistens auch erfüllt werden. Die Schalker Mannschaft zeigt auf und neben dem Platz ein anderes Gesicht als in der ungeliebten vergangenen Saison, als die Stimmung rund um das Berger Feld so schlecht war wie lange nicht mehr. „Die Spieler fokussieren und konzentrieren sich vom ersten Tag an“, hat Manager Horst Heldt in den Trainingseinheiten unter Breitenreiter festgestellt. Und auch der viel versprechende Saisonstart mit dem 5:0-Pokalsieg beim MSV Duisburg und dem erfolgreichen Liga-Auftakt bei Werder Bremen (3:0) scheint dem Team nicht zu Kopfe gestiegen zu sein. „Es gibt keine Selbstzufriedenheit im Team, alle ziehen im Training engagiert mit“, sagt der Coach. Und gibt als Beleg dafür, dass die Spieler auch im Training mit großem Engagement bei der Sache sind, die Blessur von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar an, die sich der Niederländer im Training am Mittwoch zugezogen hatte. Nach einem Zweikampf musste der „Hunter“ mit geschwollenem linken Knöchel die Einheit abbrechen. „Sein Einsatz am Samstag ist fraglich, die Chancen stehen 50:50“, sagt Breitenreiter.

Den verletzungsbedingten Ausfall von Matija Nastasic (Achillessehnen-Riss) wird der Schalke-Trainer am Samstag kurzfristig durch den Einsatz von Roman Neustädter auf der Innenverteidiger-Position kompensieren. Langfristig wünscht sich Breitenreiter jedoch adäquaten Ersatz. „Wir tanzen in dieser Saison auf drei Hochzeiten und haben einen dünnen Kader“, sagt der 41-Jährige, fügt aber an: „Die Verpflichtung muss allerdings passen, das ist Grundvoraussetzung.“ Und meint damit vor allem die charakterliche Eignung.

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